Der letzte Funken Hoffnung

An dieser Stelle sollte, wie üblich, mein Bericht über die Erlebnisse und Ereignisse über das Auswärtsspiel in Braunschweig stehen. Sind wir ehrlich. Warum sollte ich mir diese Mühe machen?  Sind die Spieler oder der Verein es Wert? Soll ich meine kostbare Zeit für euch investieren? Was bekomme ich dafür zurück? Heiko würde sagen: „Die werfen uns nicht mal einen Knochen hin“.

Als in Braunschweig der Abpfiff ertönte, stand ich zum ersten Mal nicht mehr in der Kurve, sondern ebnete mir mit Kevin den Weg in Richtung Auto. Ab durch die Massen an Polizisten und enttäuschten Fans. Die Gesichter aller sprachen ihr eigenes Bild. Fassungslosigkeit, Enttäuschung und Wut. Niemand lächelte, jeder war entsetzt.

Das „Spiel des Jahres“, wie es unser ehemaliger Trainer BvM prohezeite, ging verloren. Die erste Halbzeit war zugegebener Maßen für unsere Verhältnisse, für Hamburger Beine, eine gute. Ich habe Spieler gesehen, die um den Ball kämpften. Die Leidenschaft an den Tag legten und verdient mit dieser Führung in die Halbzeitpause gingen. Die Stimmung war bis dato ein sagenhaftes Erlebnis. Wir sangen, wir hüpften für unseren HSV. Wir bildeten erneut eine Einheit. Auch wenn es im Nachhinein gesehen eine aggressive Stimmung war. Blocksturm, Pyro und Nebel. Ein teurer Spaß. Naja, die unzähligen Trainerwechsel kosten uns mehr. Seit 2000 ist der Herr Slomka nun der 16. Trainer. Wahnsinn.

Umso unerklärlicher ist das, was uns in der zweiten Halbzeit geboten wurde. Es ist mir schleierhaft, wie es möglich ist, so zusammenzubrechen. Sich aufzugeben, obwohl ihr die Fans als 12ten Mann im Rücken hattet und ihr mit einer Führung mehr Ruhe hättet ausstrahlen müssen. Statt selbstbewusst aufzutreten, den Kampf anzunehmen, wurde der Gegner duch individuelle Fehler aufgebaut. Die Löwen kämpften uns nieder. Wir liefen wie ein Zebra, das zur Schlachtbank geführt wurde, nebenher. Die schwächste Offensive der Liga erzielte gegen unsere Schießbude aus Hamburg 4 Tore. Unfassbar.

Ihr habt mich erneut enttäuscht. Wie sagte Peter: „Die spielen das Stadion leer“.  Heiko, Frank, ich kann gut verstehen, warum ihr euch dieses Dilemma im Moment nicht mehr antut.

Meine letzte Bitte: Jungs, jetzt kämpft endlich über 90 Minuten. Zeigt uns, dass ihr euren Beruf mit bestem Gewissen ausüben wollt. Nehmt euch ein Beispiel an P.M. Lasogga. Er war wirklich der einzige, der sich gegen die Niederlage stemmte. Dem war anzumerken, wieviel Herzblut in ihm steckt. Wie er die Mannschaft nach den Gegentoren von der Mittellinie aus anfeuerte und euch Mut machte zu kämpfen. Nicht aufzugeben. Fangt endlich an damit. Ich hoffe, der Trainerwechsel entfaltet seine erhoffte Wirkung, auch wenn der nächste Gegener Dormtund heißt.

Ich schließe mich eurer Leistung an, meine lieben Gruselkicker und erbringe heute nur noch 30 % meines gewohnten Schreibvolumens.

Danke an Kevin B,  dass du mich mitgenommen hast und an Kevin S für die Videos. Danke an Yvonne für mein neues Titelbild. Ohne euch wäre ich am Samstag gestorben. Mein Herz wäre verblutet.

Christian E.

3 Gedanken zu “Der letzte Funken Hoffnung

  1. Heiko

    Ja mein Freund, tiiiiiiiieeeeeeffffffffeeeeee Leeeeeerrrreee 😦
    Fühle mich aktuell wie ein Mitreisender in meinem eigenen Leben,
    kein Gutes Gefühl…..

    Heiko

  2. HSV Franky

    Junior, Heiko, ich fühle mich im Moment total leer und hilflos…1997 und vor 2 Jahren habe ich alle privaten Termine für meinen HSV im Abstiegskampf abgesagt, aber die Mannschaften haben sich gewehrt und bis zuletzt gekämpft…das kann ich leider jetzt nicht erkennen…so etwas habe ich seit 1972 noch nicht erlebt…hoffe die Lust in mir kommt diese Saison noch zurück…

    18 NUR DER HSV!!! 87

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