Schöne neue Vereinswelt?

Aus aktuellem Anlass:

Vorsicht. Dieser Text kann satirische, polemische und übertriebene Elemente enthalten. Bei Unverträglichkeit gegen einen dieser Bestandteile lieber schnell weglaufen.

So langsam gehen bei mir die Lustlämpchen aus. Jedes einzeln blinkende Licht in mir verliert seine Kraft. Ich fühle mich, als ob jemand den Stecker zog und mich mit in den Abgrund riss. Ich war Feuer und Flamme für meinen Verein. Ich war gierig auf den Duft des Grases und elektrisiert durch das Spiel. Im Januar 2014 ist nicht mehr viel übrig geblieben von meiner Liebe für Fußball. Ich bin müde und fühle mich krank. Infiziert vom Schatten der Macht und des Geldes liege ich sterbend in meinen eigenen Armen.

Es macht einfach keinen Spaß mehr, dass ich seit Jahren mit ansehen muss, wie die Gier nach Erfolgen und das Streben nach Geld meine Liebe zu meinem Verein zerstört. Ich war süchtig und verliebt. Ich spritzte mir täglich wie ein Junkie eine Überdosis des kostbaren Spieles. Heute sitze ich frustriert und zurückhaltend in einer Ecke und frage mich ernsthaft, wie der Trauernde am Sarg seiner Liebsten:

Warum?

Ist es einfach nur der Lauf der Dinge? Der Markt bestimmt die Nachfrage. Dabei sollte ich doch stolz sein; stolz auf vergangenen Sonntag. Wo ca 10 % der Mitglieder für einen Kurswechsel stimmten. Instrumentalisiert von einem Stück Papier und einem Redner, der sich aufführte als sei er der Diktator der Massen. Ich fühle mich leer.

Als ich am Montagmorgen erwachte, aus meinem Schlaf gerissen wurde und hoffte, dass alles nur ein Traum war, da wurde mir beim Gang durch die dunkle und kalte Wohnung bewusst: Es ist die Realität. HSVplus wird kommen. Es ist noch ein kleiner Weg bis zum endgültigen Verlust der 126jährigen Identität, doch im Grunde eine reine Formsache.

Muss ich mich nun neu einkleiden, nachdem andere die Ausgliederung wollen? Muss ich mich den neuen Gegebenheiten anpassen? Das e.V wird verschwinden und eine AG wird erwachen. Aus einem eingetragenen Verein wird eine Aktiengesellschaft der Zukunft. Wie das klingt- A-k-t-i-e-n-g-e-s-e-l-l-s-c-h-a-f-t. Wow, ekelhaft, nach Arbeit statt Freizeit. So suchte ich mir am Montagmorgen die passende Kleidung heraus, zog mein Hemd an und rundete es diesmal mit einer Krawatte und zum Höhepunkt einem geschmeidigen Burberry-Schal ab. Gelte meine Haare, zog weißes Pulver und fühlte mich stark für den Tag.

Die Aussicht ein Mitglied einer Aktiengesellschaft zu werden – ja, es klingt nach Zockerei und Glitzerwelt. Nach halbnackten Frauen und Kokain. Tragen wir bald alle einen Börsenpager mit uns herum? Im Süden des Landes, der allgegenwärtige Uli Hoeneß, Präsident der Fußball-AG FC Bayern München und unser Vorbild der Gegenwart, lässt grüßen. Nehmen wir anstatt unserer Fahnen bald die Financial Times mit ins Stadion?

Ich habe keine Lust mehr. Die Bundesliga öffnet ihre Pforten am kommenden Wochenende und mein Akku ist leer. Ich fühle mich wie ein Tropfen Wasser in der Wüste. Doch wen interessiert schon meine Meinung? Ich bin ein kleines Rädchen im sich bewegenden Zentrum der Macht. Dabei ist es doch nur ein Spiel. Man kann Glück oder Pech haben. Wenn die Ausgliederung kommt, habe ich leider Pech.

Ich sehe den Sinn, aber verstehe ihn nicht. Ich war der Meinung – bis Sonntag – uns könne das nicht passieren. Ich hielt es nie für möglich, in einem Atemzug mit Bayern München, Wolfsburg oder Leverkusen genannt zu werden. Ab Sommer ist es vorbei. Wir werden nichts anderes sein als ein Verein, in dem das Geld regieren wird. Wir werden uns Investoren ins Boot holen, um den sportlichen Erfolg zu gestalten. Dabei kennen sie bis heute in Hamburg schon nicht den Unterschied zwischen Schulden und Verbindlichkeiten. Ich ahne Böses.

79,4 % sind dafür. Ein demokratisches Ergebnis? Sie standen applaudierend in den Sälen, riefen Bravo und huldigten ihrem Redner. Ich dachte, der Weltfrieden sei beschlossen, dabei wurde das kapitalistische Monster begrüßt. Wedle den Massen mit Geldscheinen zu, versprich ihnen Erfolg und eine Umstrukturierung und sie werden dir folgen. Kopflos wie im Dritten Reich.

Dabei ist heute nicht einmal bekannt, wer als Investor kommen wird, wer die Geschicke der Hamburg AG regieren wird. Egal. In der Satzung steht es deutlich:

HSVPLUS §11 Pflichten der Mitglieder 1  „…Den Anordnungen des Präsidiums und der von ihm bestellten Ausführungsorgane und Ausschüsse in allen Vereinsangelegenheiten, den Anordnungen der Abteilungsleiter in den betreffenden Sportangelegenheiten haben die Mitglieder Folge zu leisten“

Was übersetzt bedeutet: Die Mitglieder werden an Einfluss verlieren. Das Präsidium wird euch, liebe Mitglieder, also in euren Entscheidungen entlasten. Egal, oder? Die Massen sind verblendet von der Gier des Geldes und in Ausblick auf glorreiche Zeiten. Erbärmlich.

Spielt euer Spiel, wie ihr es für richtig haltet. Meine Auswärtsdauerkarte werde ich in dieser Rückrunde noch glühen lassen, nicht ohne mir dabei ernsthaft zu überlegen, ob es meine Abschiedstournee wird. Ich verlasse den Pfad des Geldes und eurer Gier. Ich lebe lieber in meiner Nostalgie, als Teil eurer „Ideologie“ zu sein.

Oh, mein Börsenpager piept. Ich bin dann weg. Viel Spaß in eurer neuen schönen Welt. Lasst euch nicht fressen.

Es grüßt mit bedenklichen Grüßen:
Christian E.

NUR DER HSV

45 Gedanken zu “Schöne neue Vereinswelt?

  1. Pingback: #Link11 – Die Nerven machen das nicht mehr mit! | Fokus Fussball

  2. Carsten

    Warum geht es mir ähnlich? In Bezug auf meine AWDK hab ich auch im Kopf „DaZke für die schöne Zeit“
    Nächstes Jahr bin ich wohl auch raus.
    P.S. ich hab die AWDK seit es sie gibt und habe 1 BL und 1 Pokal Spiel Krankheitsbedingt verpasst.
    Carsten E. Auch als Langer bekannt.

    1. Mathias

      Hallo Carsten,
      Ich finde es sehr traurig, wenn die Unterstützung für die Mannschaft von der Rechtsform abhängig gemacht wird. Ich kann ja verstehen, wenn man sich nicht auf solche Kunstprodukte wie Red Bull einlassen möchte, aber der HSV? Welche Rolle spielt das Kürzel am Ende? Ist es nicht immer noch unsere Mannschaft da unten auf dem Platz? Ist es nicht immer noch unser Verein? Meiner bleibt es, weil mir die Rechtsform egal ist.
      Aber nicht egal ist mir die Tradition und die Geschichte des Vereins. Der HSV war immer erstklassig, und lange Zeit auch immer unter den Top-Vereinen in Deutschland und auch Europa. Und diese Tradition ist bedroht, bedroht von Leuten die behaupten, für eben jene Tradition zu kämpfen. Und die jeden Tag wieder beweisen, daß sie damit überfordert sind… Deswegen: Zur Bewahrung der Tradition war es geradezu die Pflicht der Mitglieder, am Sonntag für eine grundlegende Reform zu stimmen, eine Reform, die den Namen auch verdient und nicht bloß ein bißchen Kosmetik ist. Bevor der HSV nur noch im Museum zu bewundern ist…

      1. Treue Seele

        Wenn dir die Geschichte und Tradition des Vereins so wichtig sind, dann sollte es dich doch stören, dass statt dem Hamburger Sport-Verein demnächst die HSV Fußball AG in der Bundesliga spielen wird. Und da das V nicht mehr für Verein stehen darf, wird ein Großteil der Tradition einfach abgeschafft. Aus Rechtsgründen. Den immer erstklassigen HSV wird es dann nicht mehr geben. Aus unserer Geschichte solltest du dann auch wissen, dass es immer Phasen von 20-30 Jahren gab, in denen es mittelmäßig bis schlecht lief. Der HSV ist aber immer wieder neu aufgestanden ohne seinen Charakter aufs Extremste zu verändern. Auch dieser Teil der Tradition wird jetzt einfach abgeschafft und das mit unverhältnismäßigem Versprechen von sportlichem Erfolg. Ich kann nicht nachvollziehen wie ein HSVer das übers Herz bringen kann….

      2. Mathias

        Sorry, aber das ist doch Unsinn. Natürlich spielt weiter der HSV – wer denn sonst? Wer spielt den in Dortmund? Richtig, der Ballsportverein Borussia Dortmund. Und in Wolfsburg spielt der Verein für Leibesübungen Wolfsburg. Und in Hamburg der Hamburger Sport Verein – nichts mit Namensänderung, blanker Unsinn.

  3. Mathias

    Tja, so kann es einem gehen – muß es aber nicht. Ich bin am Montag aufgewacht und fühlte mich richtig gut, hatte ich es doch geschafft, meinen Verein den Klauen der Ewig-Gestrigen zu entreißen. Nur knappe 2% der Vereinsmitglieder waren dagegen – das war ein gutes Gefühl, soviel Gemeinschaft, soviel Zustimmung. Nicht mehr dieses dauernde Anti-Kommerz-Gesabbel, während der Verein schon Teile von sich an Sport5 verscherbeln mußte, um nicht unterzugehen, keine „Presse raus!“-Rufe mehr, während der Vorsänger von Fernsehstudio zu Fernsehstudio wandert. Endlich Schluß mit dieser Heuchelei. Fußball – das ist Kommerz, und zwar schon seit langem. Und als Verein bleiben einem nur zwei möglichkeiten: Mitgehen oder untergehen. Die Mitgliedschaft des HSV hat sich mit großer Mehrheit für Mitgehen entschieden. Das mag Schade sein für alle, die lieber sterben als sich weiterzuentwickeln, aber ich bin nicht bereit, meinen Verein für Ideale, die ich nicht teile, sterben zu lassen.
    Ich bin auch sicher, daß auch unserer tapferer Blogger irgenwann feststellen wird, daß er immer noch Mitglied eines e.V. ist, und nich Teil einer AG, und das auch die Dortmunder Fans immer noch voller Leidenschaft für ihren Verein sind – auch wenn dort eine GmbH&Co KGaA werkelt.
    Leben bedeutet Veränderung, Stillstand gibt es erst im Tod. Wer das alte bewahren will, muß es permanent ändern – das ist nicht nur im Fußball so.

    Deswegen: Kopf hoch, es ist alles nicht so schlimm, wie du glaubst, am Ende ändert sich für den Fan und Mitglied kaum etwas – hauptsächlich dieses neue, unbekannte Gefühl von Zuversicht, wenn man sich dem Stadion nähert und auf einen Heimsieg hofft. Zwar noch nicht heute, auch nicht morgen, aber doch in absehbarer Zukunft – und wir stehen gemeinsam auf der Tribühne und feuern unseren HSV an.

    1. Lotte

      Hallo Mathias, ich frage mich gerade ehrlich, wie man ein gutes Gefühl haben kann, wenn 2% der anwesenden Mitglieder am Sonntag dagegen waren?!
      Wenn man mal überlegt, dass nur rund 7.000 Mitglieder anwesend waren, (was auch nur knapp 10% der gesamten Vereinsmitglieder ausmacht) und von diesen Anwesenden nur knapp 80% dafür gestimmt haben, würde ich nicht von „soviel Gemeinschaft und soviel Zustimmung“ sprechen.

      Klar gehört eine Veränderung zum Leben und einem Verein dazu. Aber muss man immer den gleichen Weg gehen, wie alle anderen? Ich war noch nie ein großer Freund von Mitläufern und jetzt soll mein Verein so einer werden?! Warum? Es gibt andere Möglichkeiten!
      Und Fußball ist nicht gleich Kommerz! Jedenfalls muss das nicht so sein. Und eigentlich will ich das auch nicht für meinen HSV! Mit Geld kann man zwar die Schulden abbauen, aber Geld kauft uns keine Titel und schon gar keine treuen Fans.

      Keine Ahnung, wie ich am Ende der Saison dazu stehen werde, ob ich mich damit arangieren kann oder nicht, aber HSVPlus ist nicht der richtige Weg. Heute und auch in Zukunft nicht!

      1. Mathias

        Hallo Lotte,
        Ja, es hätte vielleicht Möglichkeiten gegeben – aber sie wurden nicht genutzt. Der Verein wird Jahr für Jahr tiefer in die Scheiße reingeritten, und jetzt stecken wir so tief drin, daß nur noch eine Radikalkur uns retten kann.
        Ich verweise da nur auf Axel Formeseyn – er hatte völlig recht mit seiner Analyse, daß der SC und die Ultras alle Chancen hatten, den Verein mit ihren Ideen zu gestalten und voranzubringen. Was haben sie daraus gemacht? Nichts!
        Die Pro e.V.-Anhänger hatten drei Jahre Zeit – und sie haben uns gezeigt, daß sie es nicht können. Deswegen gab es eine große Mehrheit (und knapp 80% IST eine große Mehrheit) für die Veränderung. Weil die „normalen“ Fans, die nicht-Ultras, lange genug zugesehen haben, wir unser Verein zur Spielwiese von Profilneurotikern wie Ertel, Klüvert, Floberg & Co wurde. Und dabei immer weiter heruntergewirtschaftet wurde. Denn wir sind ein Wirtschaftsunternehmen, nichts anderes! Nur das unsere Rendite nicht Geld, sondern Erfolg und Emotionen sind. Und wenn diese Rendite nicht fließt, dann gibt es Ärger mit den Anteilseignern – das sind in diesem Fall die Mitglieder.
        Das HSV Plus ein derartiger Erfolg wurde, liegt allein am aktuellen Führungspersonal und seinen Unterstützern. Unzufriedenheit ist der größte Mobilisator, den es gibt. Ohne diese Unzufriedenheit wäre die initiative überhaupt nicht in die Gänge gekommen, geschweige denn hätte sie auch nur eine einfache Mehrheit gefunden.
        Aber der Aufsichtsrat und seine plakative Unfähigkeit waren der beste Treiber, den es gab.
        Aber diese ganzen Vereinspolitischen Dinge haben eigentlich nichts, aber auch gar nichts mit der Leidenschaft für den Fußball zu tun. Wer das als Anlaß nimmt, sich vom HSV abzuwenden, sollte sich mal kritisch hinterfragen, was er eigentlich von dem Verein erwartet hat, und ob seine Erwartungen überhaupt irgendetwas mit dem HSV zu tun hat.

  4. Alexander Klank

    Meine Güte, was ist das bloß für ein unasugegorener Quatsch… Man weiß gar nicht, was man am unsinnigsten finden soll. Sind es die Vergleiche einer demokratischen Mehrheitsentscheidung zum Dritten Reich? Ist es die Blindheit, die Entscheidung vom Sonntag nicht als repräsentativ sehen zu können, sondern von irgendwelchen „10% der Mitglieder“ zu schwafeln? Hat der Autor die imaginären 90%, die offensichtlich leider am Sonntag keine Zeit hatten, einzeln befragt? Ist es die Unfähigkeit zu erkennen, dass der BVB ebenfalls eine AG ist, und dass in Dortmund weiß Gott kein gelacktes Eventpublikum mit Financial Times unter dem Arm ins Stadion pilgert? Und dass diesem Verein kein Stück Identität abhanden gekommen ist? Ist es die vollkommen abstruse Kritik, einem Verein die „Gier nach Erfolg und das Streben nach Geld“ tatsächlich vorzuwerfen? Ist es die irrwitzige Annahme, dass es Vereine gibt (also auch Spieler und Trainer und andere Offizielle), die an Geld und Erfolg nicht interessiert sind? Oder ist es noch alberner, diese Kritik spezifisch auf den HSV zu münzen, einen notorisch erfolglosen Pleite-Club? Wo war denn diese Gier die letzten Jahre? Und warum ist es „erbärmlich“, von Geld (=Entschuldung!) und „glorreichen Zeiten“ zu träumen? Wovon träumt der Verfasser? Oder ist es schlussendlich die grosse Frage, wie man nach diesem HSV der letzten Jahre „süchtig und verliebt“ gewesen sein kann? Und das frage ich mich tatsächlich, als Dauerkarteninhaber und Fan, der jeden einzelnen Tag an diesen eigenartigen Verein denkt…

    Man kann gegen HSVPlus sein, sehr gerne. Aber es wäre begrüssenswert, wenn die Argumente wenigstens ansatzweise zu Ende gedacht wären. Solche Texte wie diese sind wahrlich bedenklich.

    Blau-weiß-schwarze Grüße,
    Alex K.

    Ich bin HSV-Fan

    1. linushsv

      Hallo Alex. Du warst also die letzten Jahre nicht verliebt in deinen Verein? Bist du nur verliebt in deinen Verein wenn Erfolge winken? Ich verstehe deine Kritik, nur bin ich es Leid diesen Weg den andere Vereine gehen und sich unser HSV nun anschlie0en wird mitzugehen. Ich bin nicht nur im Fußball gegen den Kapitalistischen Zwang und das heute jeder meint sich den Geldscheinen unterwerfen zu müssen. Wenn du wirklich der Meinung bist das wir einen Invetsor brauchen um unseren Verein in die Spur zu bringen, dann Gute Nacht. Die Ausgliederung ist in meinen Augen der einfache Weg aus der Misere. Ich bin für Personelle Umstrukturierung der oberen Herren und würde es begrüßen wenn wir mehr Kompetenz in der Führunsgetage haben. Dafür brauche ich aber keine Ausgleiderung der Profiabteilung. Nur weil uns proagiert wird, dass der sportlicher Erfolg nur über fremde und geliehene Millionen geht, dem muss ich sagen das ihr den Knall nicht gehört habt. Ich möchte mit meinem Artikel keine Argumentationswelle auslösen, sondern einfach meine Gefühle, so wie ich es sehe und die mir im Moment durch den Kopf gehen niederschreiben. Da ses vielen nicht gefällt ist mir klar und juckt mich auch nicht.

      Doch, ich werfe den Vereinen die Gier nach Erfolg und das Streben nach Geld vor, weil es Gelder sind die nicht ehrlich erarbeitet wurden sonder von irgendwelchen Investoren zur Verfügung gestellt worden sind. Wenn das dein Weltbild ist dann bitte. Meins ist es nicht. Ich bin es Leid das auf der Welt soviel Elend herscht aber im Fußball oder in der Wirtschaft mit dem Geld umgegangen und um sich geworfen wird als ob es kein Morgen gibt. Diese Kapitalistische Welt geht mit sowas von auf den Keks. Ich dachte immer das uns das nicht passiert und das man mit ehrlicher Arbeit aus der Misere heraus kommen wird. Dafür fehlt natürlich die Komeptenz in den entsprechenden Ämtern, das kritiisiere ich auch.

      Wie auch immer. Auf einen Nenner kommen wir beide sowie nicht. Ich bin einfach nur beruhigt das es noch genug Menschen gibt die meine Meinung teilen.

      Ps: Tolles Beispiel das du gerade den BVB genommen hast. Und ganz ehrlich. Dort schreitet der Kommerz auch immer weiter voran. Sehenswert bei einem Heimspiel der Borussia.

      Danke für deinen Kommentar.

      1. Mathias

        Hallo Linus,
        Deine Gefühle in allen Ehren, aber leider bist Du Jahrzehnte zu spät. Der HSV ist – und das schon sehr sehr lange – ein durch und durch kapitalistischer Verein. Geht auch gar nicht anders, denn die Bundesliga ist eine kapitalistische Veranstaltung. Deswegen hat der HSV diverse Tochtergesellschaften, die sich um die Geschäft kümmern, deswegen verkauft der HSV Namensrechte, deswegen vergibt der HSV Merchandising-Lizenzen, auf das andere Unternehmen von der Raute profitieren.
        Auch der SC geht diesen Weg, man denke nur an die Supporters-Kollektion – eine durch und durch kapitalistische Ausrichtung.
        Deswegen ist dieses Gejammer auch scheinheilig – die ganze Zeit ist man Bestandteil des Kommerz, und auf einmal will man wegen eines Kürzels, das einen noch nicht mal persönlich betrifft, alles verdammen. Ne, das passt nicht zusammen. Du belügst dich selbst damit.

      2. FreddyHSV

        Sorry linus, der text ist zwar mit herz geschrieben,aber diese kindische trotzreaktion ist unter aller sau!
        Du nennst dich Fan?
        Paaa!
        Leute die IMMER zu ihrem Verein stehen sind für mich fans. das zählt sowohl sportlich, wie finanziell und strukturell!
        Also steh zu deinem Verein, wir Fans sind die Seele des Vereins, nicht das Kürzel am ende,WIR verkaufe nicht unsere Seele, DU und ICH und alle Fans sind die Seele. Zumindest bis jetzt!! Wenn nun leute wie du aus trotz das supporten sein lassen, dann enden wir wie vw und hoppenheim, aber so MUSS das nicht kommen, dass liegt in UNSERER Hand!
        geld ist nicht alles, aber auf dem Markt des fußballs unwiederruflich wichtig. Wir mitglieder können immernoch bestimmen, ob mehr als 24.9% oder nicht verkauft werden!
        Das grundsätzliche, was uns von den Kommerzclubs trennt sind doch unsere leidenschaftlichen Fans, ob im Volkspark, in München, oder in Bremen…
        Warum soll Geld und Liebe nicht vereinbar sein bim HSV?
        Warum muss man immer gleich die reisleine ziehen?
        Warum soll der HSV zu anderen vereinen zurückliegen, wenn es die Möglichkeit gibt die schöne Stadt Hamburg zu nutzen und Investoren zu sammeln, die uns UNTERSTÜTZEN, nicht UNSERE SEELE FRESSEN, nein UNTERSTÜTZEN!

        Unsere finanzielle situation ist nunmal schlecht, wir brauchen die Hilfe von anderen, oder unser HSV stirbt wirklich, denn dann war es das für uns alle mit der Liebe, der Emotion, der Leidenschaft und der Hoffnung.

        Wenn du den Untergang des HSV willst, dann stemm dich mit aller Gewalt gegen HSVplus!

        Wenn du auch in Zukunft den HSV leben willst, dann stell dich nicht der Zukunft in den weg, die uns früher oder später holt. Fußball ist ein Sport, aber auch ein großer Konzern, so ist das nunmal und der HSV ist Teil dieses Systems! Find dich damit ab.

        Ich bin klar pro HSVplus, aber ich kann mich durchaus in eure lage versetzten,dass ihr nicht wie hoppenheim oder VW enden wollt, aber 24.9 % sind nicht 100%!
        Außerdem

  5. Gernot

    Ein Hammertext! Vielen Dank! Exakt so sehe ich das auch. Für mich ist nach Jahrzehnten ebenfalls Schluss, sollte es so kommen. Vielleicht ein kleiner Unterschied bzw. Gedankenanregung: Noch ist nicht aller Tage Abend! Noch lohnt es, sich gegen die Entwicklung zu stemmen. Bis zum Frühsommer jedenfalls. Grüße G.

  6. A.Lex

    Danke! Ich liebe meinen HSV so wie er ist. Auch für mich ist es kaum vorstellbar ihn weiterhin mit solch einer Emotion zu unterstützen wie bisher, sollte er zu einer seelenlosen AG-Hülle verfallen. Ein ganz großes Stück meines Herzens würde kaputt gehen. Klingt dramatisch, ist aber so. Keep the faith, never surrender, noch ist nichts verloren! Hamburger Sport-Verein e.V. bis in alle Ewigkeit!

  7. Schon seit einiger Zeit wird die Kommerzialsierung der Musk beklagt, das Musik nur noch gemacht wird um damit Geld zu verdienen, und nicht aus Spass an eben der Musik.

    Kleine Bands und freie Labels halten dagegen.

    Mit den Vereinen scheint es ähnlich zu gehen. Die großen werden kommerziell, sind nur noch am Gewinn orientiert. Aber ich denke, wie in der Musik, wird es kleinere Verine geben, für die der Sport im Mittelpunkt steht, und auch der Zusammenhalt des Vereins durch seine Mitglieder.

    Du als Tropfen Wasser in der Wüste musst Dich so langsam auf die Suche nach einer Oase machen. Aber ich bin mir sicher, die Oasen werden bleiben, prächtig und grün inmitten der Wüste.

  8. Marc

    Danke für diesen Blog, du schreibst mir direkt von der Seele.
    Es ist schade, heutzutage hat doch niemand mehr Geduld, alle wollen den Erfolg lieber schon gestern.
    Da folgt man dann schonmal blind demjenigen der den Erfolg verspricht, jemand der mit einem Plan um die Ecke kommt.
    Da wird dann auch nicht mehr groß hinterfragt, nein da wird einfach gefolgt.

    Das können die „Plusser“ die hier so eifrig kommentieren und sich an irgendwelchen Vergleichen aufhängen, gern abstreiten. Das zeigt mir nur das „ihr“ nichts verstanden habt von dem was in dem Artikel steht.
    Irgendwann werdet ihr aber merken das ihr einen Fehler gemacht, einen packt mit dem Teufel eingegangen seit.

    Das ist schade, aber ändern kann man es wohl nicht mehr.

    1. Mathias

      Was für eine arrogante Antwort! Wir haben nicht hinterfragt? Wir sind einfach blind gefolgt? Wie kann man so einen Unsinn behaupten? Mach dich doch mal schlau! Sprich mal mit Leuten, die für HSV Plus gestimmt haben. Da wirst du kaum einen finden, der es „einfach so“ gemacht hat, oder weil kurzfristig Erfolg versprochen wird (den übrigens KEINER jemals versprochen hat).
      Viele haben dafür gestimmt, die sich das nicht leicht gemacht haben, die lange ebenso der Meinung waren, der e.V. könnte das auch so schaffen. Auch einige, die nicht glücklich mit den Konsequenzen sind – aber die einfach keine Alternative sahen, weil die e.V.-Bewahrer unfähig waren, eine aufzuzeigen.

      Hätte HSV-Reform einen Weg aufgezeigt, durch grundlegende Änderungen tatsächlich einen Weg aus der Misere zu finden – HSV Plus wäre gescheitert. Aber das konnte das Konzept nicht.

      Blind folgen – also wirklich! Wer folgt denn hier immer brav den Wahlempfehlungen seiner Vorsänger?

  9. TrueHamburgian

    Ihr seid ja geile Typen.
    Ich war 1980 im Stadion als der HSV in einem seiner geilsten Spiele aller Zeiten das große Real Madrid 5:1 aus dem Stadion fegte. Damals gab es keine Supporters, keinen Aufsichtsrat, keine Traditionsromantiker. Dr. Krohn hatte begonnen und das Trio Netzer, Klein und der unerreichte Ernst Happel, den ihr alle nur noch vom Hörensagen kennt, haben den HSV zu dem gemacht, was er war. der HSV war damals ein durch und durch kapitalistisches Gebilde, das perfekt funktioniert hat, weil die drei es einfach gemacht haben, ohne sich mit irgendwelches Ertels oder Flobergs rumschlagen zu müssen.

    Kleinere Vereine gibt es viele, viel Spaß bei denen. Aber selbst für gute B-Jugend Spieler sind Ablösen fällig, wenn der Spieler von Eintracht Stinkbüdelseck nach Vorwärts Dingenskirchen wechselt.

  10. linushsv

    Manche verstehen nicht was ich mit meinem Artikel sagen möchte. Das auch der HSV heute und in der Vergangenheit ein Verein ist und war der ohne Kapital nicht auskommt ist mir bewusst. Dafür muss ich nicht 1980 im Stadion gewesen sein. Mein erstes Spiel war 1985. Ich will nur an das Ausmaß erinnern wie es heute ist und das mir das nicht gefällt. Ich wollte nie Fan von einem Verein sein der sich genauso öffnet wie andere Vereine ind Deutschland und Europa. Der sich prostituiert um an Geld von Investoren zu kommen die bestimmt nicht nur das Wohl des HSV im Auge haben sondern am Ende des Tages auch ihren Profit einstecken möchten. Ich will nur verdeutlichen wie sehr mir dieses Streben nach immer mehr Geld auf den Keks geht. Mir kann auch keiner unterstellen das ich kein Fan bin, nur weil ich es nicht für gut heiße das aus unserem Verein eine Spielball von Investoren werden könnte. Ich supporte die Manschaft weiterhin, ich fahre auch in der Rückrunde weiterhin zu den Spielen, aber wie es in der kommenden Spielzeit aussieht lasse ich im Moment offen. Ich bin einfach enttäuscht das so viele für diesen Weg gestimm haben, obwohl noch nicht mal klar war, wer die Geschicke in Zukunft regieren wird und wer als Investor einsteigen wird. Es wurde blind abgestimmt ohne jegliches Wissen. Das finde ich bedenklich. Das auch der HSV nicht ohne Geld auskommt, dass ist mir klar, da auch ich bis drei zählen kann.Nur ehrlich verdientes Geld und ehrliches wirtschaften kann ich vertreten. Ihr könnt eure Meinung haben. Ich habe meine.

    Verzeiht wenn ich nicht auf jeden Kommentar einzeln antworten kann.

  11. Schmiddl

    Hi,

    Ich kann einige der Argumente, auch wenn ich grundsätzlich pro der Änderung bin, auch vom Herz her vollkommen nachvollziehen. Ich fände es sinnvoll, wenn alle, die Bauchschmerzen haben, diese auch aktiv an die Leute herantragen, die die neue Satzung ausarbeiten. Man sollte sich aber bewußt sein, dass man sich mit irgendwelchen (meiner Ansicht nach) unintelligenten historischen Vergleichen für eine ernsthafte (und sehr wichtige) Auseinandersetzung mit den Verantwortlichen disqualifziert – und zwar zurecht.

  12. Robin G.

    Sich darüber mokieren, dass nur 10% der Mitglieder abgestimmt haben, aber gegen die Fernwahl stimmen, die die Entscheidung auf eine sehr breite Bass gestellt hätte – das nenne ich mal Logik.

  13. linushsv

    Hallo Robin. Gegen eine Fernwahl hätte ich persönlich nichts. Daran habe ich schon gedacht bevor HSV+ je ein Gedankenspiel der Verwantwortlichen war. In dem Punkt teile ich die Einstellung von dem Konzept. Bei der Ausgliedrung hört der Spaß auf. Ich würde mich sogar sehr darüber freuen wenn alle Mitglieder die Möglichkeit hätten ihre Stimme abzugeben ohne an der Versammlung direkt teilzunehmen. Da der HSV ein überregionaler Verein ist würde das Sinn machen.

  14. Trapper Seitenberg

    @linushsv
    Du beschreibst deine Enttäuschung, die ich grundsätzlich sogar nachvollziehen kann, auch wenn ich persönlich das Ergebnis ausdrücklich begrüße. Enttäuschung setzt Täuschung voraus. Und offenbar bist Du noch immer nicht in der Realität angekommen. So abstrus erscheinen deine z.T. vollkommen bizarren, verzerrenden, aberwitzigen Grundannahmen und Behauptungen.

    Nur ein Beispiel: Der Verein prostituiert sich? Wenn wir schon auf diesem Niveau argumentieren, sage ich: Junge, wach auf! Die Dame steht seit Jahrzehnten am Bordstein, und sie nahm und nimmt prinzipiell fast jeden mit, der genug zahlt. Sie verkauft Dir bei Bedarf sogar ihre Unterwäsche, ihr Bettzeug und Du darfst sogar seit Jahren das Klingelschild an ihrer Wohnungstür mit irgendeinem Namen beschreiben – sofern Du genug Zaster zahlst. Du als Freier magst Dir ja einreden, dass sie dich liebt, aber in Wahrheit hat sie an Dir vor allem ein geschäftliches Interesse. Das war so und das ist künftig so.Nur hast Du etwas anderes glauben wollen. Und deine Vorsänger haben diese illusion genährt.
    Ihr Lude, das sind noch die Banken, die Gläubiger und in absehbarer Zeit auch das Finanzamt. Und alle drei drohten, ihr das hübsche Gesicht so zu polieren, dass Du sie höchstens noch in einer zweitklassigen Absteige angetroffen hättest. Aber vermutlich hättest Du das sogar in Kauf genommen? Wäre prinzipiell dein gutes Recht, aber es ist nun einmal nicht das, was die Mehrheit wollte.

    Das Schreckgespenst, das Du hier malst, zeigt für mich einen bedenklichen Realitätsverlust. Und der wirklich ungeheuerliche Vergleich mit dem Dritten Reich einen eklatanten, außerordentlich beklagenswerten Mangel an Geschichtsverständnis. Der schmerzt mich ganz besonders, da ich den Verdacht habe, dass Du das Blog nicht ohne Hintergedanken „linker Läufer“ genannt hast.
    Links? Was bedeutet das nach dem Zusammenbruch gesellschaftlicher Utopien? Nur anti, anti, anti? Null check für Geschichte? Für mich jedenfalls nicht das Leben in Traumwelten oder das Festhalten an holzschnittartigen, oberflächlichen, verzerrenden oder grob simplifizierenden Darstellungen. Man muss sich nicht im Schörder’schen Sinne korrumpieren, aber die Wirklichkeit als solche sollte man schon tatsächlich annähernd und nicht als totales Zerrbild analysieren (können). Grundverständnis und Akzeptanz für demokratische Entscheidungen sollten, neben einem soliden Geschichtsverständnis, Grundvoraussetzung sein. Andernfalls mag man sich zwar links nennen, läuft aber in Wahrheit mindestens parallel zu rechten Bahnen. Jedenfalls könnte (wenn nicht sogar müsste!) das die Lehre nicht nur aus der deutschen Geschichte sein. Gerade für jemanden, der sich vermutlich für progressiv hält.

    Was Du beschreibst, das ist eine Wirklichkeit im Sinne einer Selbstauskunft. Das zeigt nicht die Realität, sondern das, was Du dafür hälst. Als solche nehme ich sie, trotz meines Kopfschüttelns, ernst. Ich wünsche Dir, dass Du mit dem Kopf aus den Wolken zügig zur Erde zurückfindest. Möge der Aufprall, der dich offenbar hart angeht, am Ende dann doch noch glimpflich verlaufen. Um die Wirklichkeit gestalten zu können, muss man sich ihr zunächst einmal tatsächlich stellen. Ein trotziges Beharrenwollen auf Luftschlössern, ein Leben im Wolkenkuckucksheim mag ja schön (gewesen) sein, birgt aber immer die Gefahr einer solchen schmerzlichen Kollision mit dem harten Boden der Tatsachen.

  15. lybelli

    Na, da hast Du ja ein Fass aufgemacht, linus. Das Thema scheint wohl genau den Nerv der Fans zu treffen, so viel wie hier diskutiert wird. Ich oute mich auch gleich als Nicht-HSV-Fan, kann die gegensätzlichen Ansichten und Gefühle bei so einem heißen Thema aber durchaus verstehen. Toll, dass hier eine so differenzierte Meinungslandschaft entsteht.

    Was ich nicht verstehen kann: Warum müssen einzelne Autoren ihre persönliche Meinung immer mit Beleidigungen oder der Herabsetzung anderer verstärken? Ist die Meinung alleine nicht überzeugend genug? Man kann ja noch nachvollziehen, dass man sich bei solchen Herzensangelegenheiten schnell mal in Rage schreibt. Aber hier mit „unausgegorenem Quatsch“, „kindischen Trotzreaktionen unter aller Sau“ und so weiter auszuteilen, degradiert sich der Schimpfende maximal selbst.

    Dass es sich bei diesem und allen anderen Texten des Linken Läufers um eine stark subjektiv geprägte Darstellung der Ereignisse rund um Fußball und den HSV handelt, davon gehe ich aus, sobald ich die ersten Sätze lese. Nirgends behauptet doch jemand, es seien allgemeingültige Tatsachen, die hier veröffentlicht würden. Deshalb muss man sich doch sehr wundern, wie harsch hier gegen eine klar als solche gekennzeichnete Meinungsäußerung vorgegangen wird. Aber dann war der Text vermutlich einfach gut, wenn er Zustimmer und Protestler gleichermaßen zur Beteiligung aktivieren kann 🙂

    Man verzeihe mir meine kleine Einmischung, aber als Moderatorin eines Autoren-Forums kann manchmal nicht anders. Oooohhhmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmm und Friede sei mit euch 😉

    1. Trapper Seitenberg

      @lybelli
      Stilistisch fand ich den Text auch gar nicht übel, wenn man von kleineren Unzulänglichkeiten absieht.
      Inhaltlich aber sollte man dann doch sorgfältig differenzieren.
      Als reine subjektive Selbstauskunft gelesen mag er durchgehen, vielleicht sogar eine gewisse Stärke besitzen. Aber er enthält eben auch eine ganze Reihe von grob verzerrenden Behauptungen, inakzeptablen, da ahistorischen Vergleichen und Unterstellungen, die geeignet erscheinen, Andersdenkende herabzusetzen oder zu kränken. Da darf man sich dann über derartige Reaktionen nicht wundern.

      Vielleicht hast Du es nicht so gemeint, aber die Güte eines Textes bemisst sich (für mich) nicht an einer subjektiven Perspektive. Schon gar nicht taugt diese als pauschale Rechtfertigung. Und sie bemisst sich auch nicht daran, ob er und wie sehr er polarisiert. Wäre es so, dann müsste man jeden Text aus subjektiver Perspektive, selbst wenn er den größten Quatsch enthielte, loben, sofern er nur genügend (wer sollte das bemessen?) Leser auf die Palme treibt.

      1. lybelli

        @Trapper
        Ich gebe Dir Recht, dass man aus dem Text auch noch viele andere Texte hätte machen können, hätte man ihm wissenschaftlich mehr Anspruch beigemessen oder andere Ziele damit verfolgt. Wenn ich die Texte hier ansehe, komme ich aber eher zu dem Schluss, dass es sich um teils überzogene, teils polemische und oft nicht ganz ernst zu nehmende – bestimmt aber immer eigensinnige – Betrachtungen handelt. Einen gewissen Sinn für Humor darf man ebenso unterstellen wie ein gelegentliches „nicht ganz ernst zu nehmen“. Eine faktische Erörterung sollte es wohl nicht werden.

        Stimmt auch, ich meine nicht, ein Text sei dann besonders wertvoll, wenn er subjektiv und/oder extrem ist. Sicherlich erhöht ein polarisierender Text die Sichtbarkeit. Dennoch ist das keine Rechtfertigung für mangelhafte Inhalte.

        Da der Text doch zu größtenteils sachlicher Diskussion anregt und hier viele Meinungen – über die sich nicht streiten lässt – versammelt, halte ich ihn für gelungen. Daraus möchte ich aber nicht gleich eine allgemeingültige Regel für die Bewertung aller Texte ableiten 😉

  16. Thomas@77

    Wenn Ihr stur so gegen diese neuen Strukturen seid bleibt doch zu Hause, wenn Ihr es für nötig haltet. Das zeigt auch, dass Ihr noch nicht im 21. Jahrhundert angekommen seid und lieber die ewig Gestrigen bleiben wollt. Und wenn Ihr den HSV in der nächsten Saison nicht mehr unterstützen wollt ist es zwar traurig, aber bitte schön. Reisende soll man nicht aufhalten.
    Und zu den 10%. Wer war es denn, der eine Fernwahl mit aller Macht verhindert hat und sich gefreut hat als hätte er grad die Champions League gewonnen. Peinlich für den HSV!
    Zudem muss man sich von euch als blinde Gefolgschaft eines Diktators bezeichnen lassen und das ist der Gipfel der Frechheit. Das zeigt wie ernst man euch CFHH´ler und Co. nehmen muss, nämlich gar nicht. 5-jährige haben mehr Verstand und Niveau. Diesen Vergleich überhaupt anzustellen ist diskriminierend, respektlos und menschenverachtend denjenigen gegenüber, die diese Zeit mitmachen mussten.
    Euch Supporters müsste man sowieso mal das Handwerk legen und dringend Änderungen innerhalb der Fanszene herbeiführen. Ihr vertretend nur eure lächerlich Minderheit, andere Meinungen sind nicht erwünscht. Leider hat sich der Rest noch nicht richtig gegen euch aufgelehnt und ich hoffe, dass sich auch das ändern wird. Denn auch Ihr schadet dem HSV, unabhängig der Meinung zur Strukturreform.
    Hoffentlich hat der Spuk im Sommer ein Ende und es geht mit neuen Strukturen wieder aufwärts.

    1. ich

      Der Verfasser dieses Textes ist nur leider überhaupt kein CFHH-Mitglied. Aber das ist wohl egal. Denn wenn man GEGEN HSVPlus ist, muss man wohl zwingend Supporter und/oder CFHH Mitglied sein.

      1. Trapper Seitenberg

        Ist das wirklich von Bedeutung (Mitgliedschaft bei CFHH/PT)? Ich finde, das lenkt vom Kern des Problems ab. Die im fraglichen Text transportierte Sichtweise enthält verzerrende Behauptungen und falsche Grundannahmen, wie man sie z.T. eins zu eins aus eben dieser Ecke mehrfach gehört und gelesen hat. Insofern muss man sich nicht wundern, wenn man in den (falschen) Verdacht einer formalen Zugehörigkeit gerät, denn inhaltlich sind die Übereinstimmungen offensichtlich. Und da die Kritk letztlich auf den Inhalt zielt, reduziert sich die Frage einer tatsächlichen Mitgliedschaft dort auf etwas rein formales.

        Gut finde an dem Text, dass er in aller Deutlichkeit offenlegt, wie die Entwicklung des Vereins und der Streit um die Ausgliederung von manchen empfunden wird, auch wenn das aus den bereits angesprochenen Gründen schwer auszuhalten ist und bisweilen fast unerträglich bleibt. Gut finde ich auch, dass sich der Verfasser der z.T. sehr scharfen Kritik stellt.

        Der Kern des Problems erscheint mir ohnehin ein anderer zu sein. All die von beiden Seiten wechselweise nunmehr erhobenen Vorwürfe (stellvertretend nur Stimmvieh hier, Stimmvieh dort) erscheinen mir kontraproduktiv. Sie zeigen nur an, wie verhärtet die Fronten zu sein scheinen. Dabei wäre ein konstruktiv-kritischer Dialog gefragt.

        Axel Formeseyn hat mit seiner wirklich bemerkenswerten Rede vorgemacht, wie es gehen könnte. Niemand wird verlangen können, dass man angesichts der Mehrheitsverhältnisse plötzlich umschwenkt und zum HSV+-Befürworter wird. Aber eins dürfte feststehen: Selbst wenn dieses Konzept noch an den nun geforderten 75 Prozent scheitern sollte, dann änderte dies rein gar nichts an der Rückmeldung, die aus dem Votum der Mitglieder zu entnehmen ist. Die Traditionalisten und Ultras blieben selbst dann die eindeutige Minderheit. Die Mehrheit will ganz offensichtlich eine andere Ausrichtung. Und obwohl man dies bereits weit im Vorfeld der MV annehmen konnte, hat die Abteilungsleitung des SCs unbeirrt eine einseitige Klientelpolitik zugunsten der eindeutigen Minderheit gemacht. Erst dadurch ist der Druck auf dem Kessel derart gestiegen, dass er sich nun explosionsartig entladen hat.

        Die AL des SCs, bzw. ihr nahestehende Gremienmitglieder, hat eine tatsächliche Mitgliederbefragung stets verhindert (und stattdessen eine Kundenbefragung durchgeführt). Hätte man beizeiten inhaltlich gefragt, so wäre vermutlich offensichtlich geworden, was man partout nicht zur Kenntnis nehmen wollte und mancher immer noch nicht will: Man sprach eben schon lange nicht mehr im Namen der Mitglieder, sondern vor allem im eigenen. Diese Täuschung, die nicht zuletzt eine Selbsttäuschung war (Vorsatz will ich nicht unterstellen), muss endgültig beendet werden.

        Wer jetzt mit „die 7000 Anwesenden waren doch nur 10%, die für das Konzept gestimmt haben“ die demokratische Willensbildung in Frage stellt, der muss sich fragen lassen, auf wie denkbar dünnen Beinchen dann erst die eigene Legitimation für den politischen Kurs der Vergangenheit beruhte, da doch üblicherweise noch deutlich weniger Mitglieder an den MVs teilnehmen.

        Wie Axel Formeseyn zutreffend feststellte, hat man viele Jahre Zeit gehabt, die eigenen Vorstellungen zu gestalten. Man erinnere sich stellvertetend nur an Liebnaus euphorischen Jubelbrief nach der damaligen AR-Wahl und all die uneingelösten Versprechungen von einer erfolgreicheren Zukunft des Vereins. Und tatsächlich kam man mit dem Reform-Konzept, ebenso wie Hunke und alle anderen, erst, als EOR sein Konzept vorstellte. Man reagierte, wo man längst hätte agieren müssen! All diese (anderen) Konzepte dienten vor allem einen Zweck: zu verhindern, statt tatsächlich umfassend neu zu gestalten.

        Ich habe vollstes Verständnis dafür, wenn man die stetig zunehmende Kommerzialisierung des Profifußballs und ihre diversen Auswüchse, z.B. die Zerstückelung der Spieltage, scharf kritisiert und ggf. ablehnt. Mir scheint jedoch, dass man der Realität keinesfalls enfliehen kann. Dies ginge nur um den Preis des konsequenten Ausstiegs aus dem Business, das Profifußball geworden ist. Auch den kann man befürworten, aber man sollte doch endlich zur Kenntnis nehmen und respektieren, dass der Mitgliederboom (zehn)tausende Mitglieder in den Verein gebracht hat, die vor allem eines wollen: erfolgreichen Fußball und ein Ende der peinlichen und beschämenden Fehlleistungen (fortlaufende Indiskretionen; Sportchefsuche), für die namentlich der AR die Verantwortung trägt.

        Nach einer angemessenen Zeit des Wundenleckens muss man miteinander ins Gespräch kommen, statt mit neuen Legenden und Verschwörungstheorien die Mauern zu erhöhen.
        Grundvoraussetzung ist m.E., dass man die tatsächlichen Mehrheitsverhältnisse zur Kenntnis nimmt und nicht länger anzweifelt. Die Mehrheit, auch das ist demokratisches Prinzip, stellt den „Regierungschef“ und gibt die grundsätzliche Richtung vor. Die Mehrheit, selbst wenn sie eine absolute ist, ist aber auch klug beraten, wenn sie die Minderheit nicht völlig mißachtet.
        Dennoch wird die Minderheit die dickste Kröte schlucken müssen, daran kann man nicht ernsthaft zweifeln.

        Respekt vor dem demokratischen Ergebnis und Ausgliederung, dies scheint mir nicht verhandelbar. Wie die Ausgliederung erfolgt, wann, und an wen man Anteile veräußert, darüber könnte man gemeinsam kostruktiv ringen. Die grundsätzliche Frage, ob ein Anteilsverkauf vonnöten ist, die stellt sich mindestens so lange nicht, wie die Alternativvorschläge z.T. das Papier nicht wert erscheinen, auf dem sie geschrieben wurden.
        „Das Herz von Mäzenen erweichen“ (Hunke); EL und/oder Spielerverkäufe (Liebnau); das Stadion und/oder den (noch ungebauten!) Campus verkaufen (Ertel), das sind mehr oder minder Fantastereien, z.T. bar jeder realen Grundlage. Diese Vorschläge können aus diversen Gründen keine überzeugenden Alternativen darstellen.

        Wer jetzt seine Hoffnung allein darauf setzt, dass er möglicherweise HSV+ doch noch unter die geforderten 75 Prozent drückt, der muss sich klar darüber sein, dass er dann vermutlich unverändert als deuliche Minderheit unter allen Mitgliedern
        agiert. Das mag sich dann als Erfolg anfühlen. Tatsächlich aber wäre es nur ein Pyrrhussieg. Auf Dauer kann man Mehrheiten nicht erfolgreich unterdrücken. Wohin so etwas führt, auch das kann man aus der Geschichte lernen.

      2. Mathias

        Danke für Deinen Kommentar. Ich fand schon Deine Analyse von HSV-Reform bestechend, und auch hier beweist du wieder deinen hohen Standard. Meinen Respekt dafür. Vor allem, wie Du es schaffst, das Thema immer sachlich anzugehen – etwas, was mir nicht immer gelingt.

    2. Mathias

      Hallo Thomas,
      Obwohl ich ein glühender Befürworter einer Ausgliederung bin, und den Einfluß der Ultras auf die Vereinspolitik für schädlich halte, muß ich dennoch widersprechen. Abgesehen davon sind nach meiner Meinung die Ultras wichtig und gut für den Verein. Nicht nur die beeindruckenden Choreos oder die Anfeuerung im Stadion ist wichtig, auch ihre Arbeit in der Kurve gegen Rechtsradikale und andere Extremisten ist wichtig und ehrenswert. Wenn ich bedenke, wieviele rechte Hohlbratzen in den 80ern sich beim HSV rumtrieben, dann wird deutlich wie wichtig die Ultras sind. Sicher machen sie auch Sachen, die falsch sind, wie z.B. das abbrennen von Pyro, aber in der Summe haben sie das Klima in der Kurve deutlich positiv beeinflußt.

      Einzig ihre Einstellung zur Führung eines Vereins sind leider nicht realitäts-tauglich, und übersteigen deutlich ihre Fähigkeiten.
      Aber auch hier muß man festhalten, daß die Stimmverhältnisse auf der MV gezeigt haben, daß nicht alle Ultras gegen die Ausgliederung sind – auch wenn viele es wahrscheinlich vorgezogen haben, dann lieber gar nicht zu kommen…

      1. Thomas@77

        Hallo Mathias,
        ich bin was das betrifft bin Deiner Meinung. Ich gehe auch seit 30 Jahren ins Stadion und besuche auch die meisten Auswärtsspielen und habe die in der Hinsicht positiven Veränderungen wahrgenommen. Seit einigen beobachte ich nur eine Veränderung der Szene, gerade was die besagten Gruppen betrifft. Einige Personen haben die Fankultur des HSV völlig an sich gerissen und ich habe das Gefühl, dass es nicht mehr wirklich um den Erfolg des HSV geht, sondern nur noch um Machterhalt. Ich finde das alles sehr bedenklich, vor allem weil die genau wissen sollten, dass sie eigentlich nur eine Minderheit der Supportersmeinung vertreten, es aber nicht wahr haben wollen. Ich würde mir auch wünschen, dass alle mit einer Stimme sprechen, was bei der Anzahl der Personen nie möglich ist, nur dann sollte man auch den Respekt voreinander aufbringen und andere Meinungen akzeptieren, was ich überhaupt nicht feststellen kann. Schade drum!

  17. Tommy

    Ich selber bin Schalke Fan, aber verfolge die Ereignisse beim HSV jetzt schon etwas länger. Ich kann es einfach auch nicht verstehen wie man sich für den vermeintlichen Erfolg verkaufen kann und es dabei anscheinend noch nicht einmal merkt. Wie schon Felix Magath gesagt hat, liegt es nicht an der Struktur sondern an den handelnden Personen. Daher wünsche ich dem HSV eine grandiose Rückrunde damit die Leute vielleicht doch noch merken, dass Geld beim Fussball doch nicht die Welt regiert und man sich an die Lösungen der richtigen Probleme macht.

    1. Mathias

      Hallo Tommy,
      Du scheinst das nicht zu verstehen: die Ausgliederung ist die Lösung des grundliegenden Problems. Wenn du die Geschichte schon länger verfolgt hast, ist dir bestimmt aufgefallen, daß die aktuellen Probleme des HSV eng mit seiner Führungsebene verknüpft sind. Erfolg oder Nichterfolg hängt mit den handelnen Personen zusammen. Unser Problem: Durch die Struktur werden alle, die ausreichend Kompentenz zur Führung eines Bundesligisten besitzen, abgeschreckt. Warum wohl haben wir Jarchow als Vorsitzenden, obwohl er selbst es nie werden wollte! Es gab einfach keinen anderen, nachdem Hoffmann vom Hof gejagt wurde. Und bis jetzt hat sich auch noch nichts besseres gefunden.
      Die Ausgliederung geschieht nicht aus Geld-Geilheit, oder für den kurzfristigen Erfolg – die Ausgliederung ist die einzige Möglichkeit, diesen Verein und seine Tradition zu retten. Momentan läuft der Verein gerade auf einen Abgrund zu, und kann nur mit einer Kehrtwende gerettet werden.
      Viele Mitglieder, die für HSV Plus gestimmt haben, hätten auch gerne den HSV in seiner alten Struktur erhalten – alleine es geht nicht. Deswegen haben wir uns weder verkauft, noch von irgendwelchen Medien blenden lassen – es war einzig die Situation im Verein, die uns zu diesen Schritt gezwungen hat.

      Es ist schade, daß viele immer noch glauben, es ginge uns nicht um den Verein, sondern nur um den Erfolg – das stimmt nicht. Wir sind fest davon überzeugt, daß die Ausgliederung zum überleben notwendig ist – und deswegen haben wir dafürgestimmt. Um auch in Zukunft dem HSV zujubeln zu können, und um auch in zukunft irgendwann mal wieder einen Titel feiern zu können – und zwar einen anderen als Amateur-Meister…

    2. Trapper Seitenberg

      @Tommy
      Bei allem Respekt, aber Schalke hat bereits
      1.) ausgegliedert und besitzt
      2.) dutzende(!) Tochtergesellschaften.
      Dennoch(!) bekennst Du dich als Fan zum FC Schalke. Und dann berufst Du dich ausgerechnet auf Magath, den notorischen Großeinkäufer, der für unbarmherzige Auslese im Sinne eines „survival of the fittest“ und für weitestgehend beliebige Austauschbarkeit des Personals steht. Zudem steht gerade Magath für Autokratie und damit im Widerspruch zu all jenen, die weitgehende Mitbestimmung der Fans für unverzichtbar halten. Gleichzeitig willst Du einer Gruppe Empfehlungen aussprechen, die sich absolut kritisch gegen den Kommerz stellt und meint, man könne im Ausgliederungsfall nicht mehr Fan des Vereins sein.
      Man könnte auf den Verdacht kommen, dass hier jemand Wein trinkt, aber anderen Wasser predigt. Mit anderen Worten: Du untergräbst sowohl durch dein offenbar unverändert bestehendes Bekenntnis zum FC Schalke 04 als auch durch deinen Kronzeugen die Plausibilität deiner Meinung.

  18. Heiko

    Ich möchte Dir gerne sagen warum ich Christians Artikel so kommentiert habe:

    Christian ist ein Freund und jahrelanger Weggefährte durch die verschiedenen Stadien mit vielen sehr emotionalen Erlebnissen rund um den HSV.
    Dazu ist er ein sehr feiner Kerl.

    Er hat sich mit dem Artikel die Brust gelöst und sich sehr emotional seinen Schmerz von der Seele geschrieben. Ich habe das nicht geschafft.
    Mich zerreißt dieser Prozess aber ebenso, glaub es mir.

    Wenn ich in dieser Phase des hin- und her gerissen seins dieses Interview von Herrn Rummenigge lese und stelle mir vor in einigen Jahre sagt das jemand mit der Raute auf der Brust ist mir der Preis für die Sterne auf der Brust zu hoch.

    Ich bin nach wie vor überzeugt, dass es hier kein richtig und kein falsch gibt, nur anders.
    Setzt sich HSV+ durch ist das zu akzeptieren. Setzt es sich nicht durch sind die „anderen“ doch nicht zu doof es zu verstehen, sie möchten es halt anders und ich finde, dass ist ebenso zu respektieren.

    Zu einer Überzeugung stehen ist leider nicht mehr in Mode. Vielleicht erlebt sichs Meinungsfrei ein Jenseits vor dem Tode.
    Ich habe nichts zu bieten als die Wahrheit eines Sieges, der den Kampf noch nicht beendet.
    (HRK,2014)

    Heiko

  19. Tommy

    Entschuldigung aber das ist nicht richtig! Schalke 04 hat seine Profiabteilung nicht ausgegliedert, was allerdings stimmt ist dass wir eine „Konzernstruktur“ besitzen in welcher mehrere Tochtergesellschaften dem e.V. untergeordnet sind. Da wir sämtliche Vermarktungsrechte, Transferrechte und z.B. auch das Stadioncatering nicht verkauft haben sondern alles in Eigenregie betreiben macht das ganze durchaus Sinn (auch wenn das ganze recht vorworren ist – es war früher noch komplizierter!). Auf Felix Magath habe ich mich berufen, um meine Position zu unterstreichen. Magath war mit das dunkelste Kapitel in der Vereinsgeschichte des S04.

    Die Strukturen unserer Vereine ähneln sich soweit ich weiß ziemlich. Unsere Mitgliederversammlungen wählen den Aufsichtsrat welcher für Besetzung des Vorstandes zuständig ist. Wenn der Aufsichtrat nicht in der Lage ist einen geeigneten Kandidaten zu benennen bzw einen der das gar nicht will dann liegt euer Problem in den Mitgliedern des Aufsichtrates und nicht in der Rechtsform e.V.! Bei uns wurden in den letzten 10 Jahren trotz 8 Teilnahmen im internationalen Geschäft, quasi immer ausverkaufter Arena trotzdem ein Schuldenberg von immer noch knapp 200 Millionen angehäuft. Dadrin enthalten ist natürlich der Bau der Arena welche wir im Gegensatz zu fast allen anderen Bundesligisten alleine gebaut haben ohne Fördermittel, WM Zuschüsse oder Öffentlichen Geldern von Stadt, Land oder Bund. Wir haben ein Ausgabenproblem und das nicht zu knapp. Unser Kader kostet immer noch ca. 90Millionen im Jahr, nach Bayern unangefochten Ligaspitze, spielt aber nur auf einem Level zwischen Leverkusen und Stuttgart. Wenn unser Vorstand das umsetzen kann und weiter auf junge Leute setzt, die Kosten senkt und die Einnahmen im Bereich Marketing und Sponsoring weiter vorantreibt kommen wir über kurz oder lang auch ohne Championslegaue oder Ausgliederung wieder in ruhige Fahrwässer. So etwas hätte ich mir beim HSV ebenfalls gewünscht. Solange die Mitglieder hinter dem Verein stehen kann ein solch großer Verein in Deutschland nicht vor die Hunde gehen. Schaut mal nach Dortmund. Keine 8 Jahre ist es her, da standen die kurz vor der Insolvenz und 5 Jahre später spielen sie in Europa um Titel mit und haben 2 Meisterschaften geholt. Alleine durch eine Strategie, fähige Leute und Geduld. Sowas könnt ihr auch hinkriegen. Wenn allerdings die Hauptsorge ist „dann spielen wir ab dem Sommer Montags 20.15 auf Sport1“ dann kann man euch auch nicht mehr helfen. Sorry aber so sehe ich das!

    1. Trapper Seitenberg

      Hallo Tommy,
      danke für die Richtigstellung. Was die Ausgliederungsfrage von S04 betrifft, so habe ich mich in der Tat geirrt.Sorry! Ich ziehe den Vorwurf mangelnder Plausibilität diesbezüglich daher zurück.
      Was deine weiteren Ausführungen angeht, so bliebe das eine oder andere einzuwenden.Das erspare ich Dir, den anderen Lesern und mir, da ich die Diskussion nicht überfrachten möchte.

  20. linushsv

    @Trapper Seitenberg

    Hallo
    Danke für deine Kommentare. Als Verfasser dieses Artikels musste ich davon ausgehen, dass es Kritik geben wird. Dass die Resonanz diese Ausmaße annimmt, habe ich nicht erwartet. Dass die Kritik zum Teil scharf ist, damit kann ich umgehen.

    Ich möchte gar nicht auf all deine Aussagen eingehen, die du so ausführlich dargelegt hast. Meinen Blog habe ich „linker Läufer“ genannt, weil ich in meiner Jugend auf der linken Seite gespielt habe. Erklärungen sind manchmal ziemlich simpel. Ein politische Richtung drücke ich damit keinesfalls aus.

    Ich denke, dass jede Seite hinreichend Argumente findet, um bei ihrer Meinung zu bleiben. Umso mehr freue ich mich, dass hier ein so lebhafter Austausch stattfindet.

    Ich bedanke mich bei euch allen für eure investierte Zeit und die zahlreichen Perspektiven. Spätestens im Mai oder Juni werden wir ja alle sehen, wie es schließlich weiter geht. Am Sonntag zählen drei Punkte.

    NUR DER HSV e.V.
    Christian

  21. hasn peter

    6:2 irgendwo in China verloren… bin seit 45 JAhren HSV Fan. Die letzten JAhre war es immer anders, TOP Vorbereitung und dann in der Buli abgebaut. Wir können nur alle hoffen das es diesmal anders wird, allerdings schwindet meine hoffnung. ich bin kein schwarzseher und immer optimist aber wenn nicht endlich eine klare linie mit vernünfitigen chefpersonal herkommt kann es ganz ganz ganz nach unten gehen. Das einzige was wir noch haben ist unsere Uhr… an dieser halten sich meiner meinung viel zu viele fest und schauen wohl nicht nach links und rechts was da abgeht. nur was ist wenn die uhr auf hört zu ticken? dann wird es verdammt schwer!!! was bringt uns lassoga wenn… ach ich hör auf. die machen eh wat sie wollen. leider.

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