An einem Sonntag im Januar

Endlich. Es war Sonntag. Die Frostbeulen von der vergangenen Reise am letzten Sonntag enteist, war gestern, welch ein Zufall wieder Sonntag. Das 98. Derby stand an und brachte einen besonderen Gast mit. Den Wettergott. Es wurde ein Kick im strömenden Regen, mit Unvermögen und Können auf der Linie – Tore zum Genießen und Rote Karten als Krönung. Es war Derbyzeit. Hamburger Sport Verein gegen den SV Werder Brähmen.HSV SVW Bild

Um eines vorweg zu nehmen: Ich war leider nicht dort. 1100 Kilometer an einem Sonntag waren mir dann doch zu viel. Das Wetter wie beschrieben, ein feuchtes Unterfangen im kühlen Norden. Doch eine Stimmung, wie sie norddeutscher nicht sein könnte. Ein lautes ohrganisches Monstrum schallte die Stimmungswellen bis nach Wiesbaden und frohlockten mir ein hörbares Erlebnis.

Das Spiel begann und man hatte die Beine noch nicht oben, da knallte Rudi Rudnevs den ersten Warnschuss ab. Die Stimmung war schon zu diesem Zeitpunkt – wie auch für den restlichen Verlauf – ein stimmungstechnischer Orgasmus. Zuerst ging es wie gewohnt nach hinten los. Bremen führte durch ein frühes Tor von Lukimya, der mit dem Hinterkopf in „uns Uwe“ Zelebration einnetzte. Olé. Doch Trübsal blasen war nicht. Der Kopf wurde nicht im Sand vergraben, um wie ein verängstigter Maulwurf aus dem Erdloch hinaus zu schauen – nein, es wurde die Ruhe behalten, konzentriert und dominant sowie mit Zug zum Tor weiter nach vorne gespielt und mit Können im Abschluss agiert. Es war SON(ntag). Unser Flügelflitzer spielte in Nürnberg schon Tacheles, umkurvte die Brähmer Fahnenstange Selassie und schloss mit einem wuchtigen Kanonendonner die Plastikkugel vorbei an Fliegenfänger Mielitz in die Maschen. Experten im Doppelpass würden jetzt behaupten: „Den kann man halten, muss man aber nicht“. Richtig. Man muss den nicht halten. Ausgleich 1:1 und der Volkspark tobte.
Es war Halbzeit in Hamburg und es sollte noch besser werden.

Für die, die noch bei Kaviar und Sekt waren oder beim Anstehen am Pissoir verweilten: Ihr habt ein seltenes Kunststück verpasst. Es irritierte mich. Er hat es wirklich getan. In seinem 131. Bundesligaspiel und mit „ein bisschen Arm“ erzielte er sein erst zweites Bundesligator. Herzliche Glückwünsche, mein Freund. Ich habe schon hunderte Male über dich geflucht. Ich fluchte über dein mimoses Zweikampfverhalten und über deine Flanken, in denen so viel Unvermögen lag,  dass ich nicht wusste wohin mit Dir. Die Form steigt nach oben. Ein Tor erzielt und eines wunderbar vorbereitet. Fußball kann eben doch einfach sein, Herr AoGO!

Kommen wir zu unserem so viel beschriebenen Fehleinkauf. Ein Lette in der Bundesliga. Unser Rudi. Zu Beginn der Spielzeit sahen einige Versuche etwas lustig aus und erinnerten mich an ein Spiel in meinem Marokko-Urlaub, wo einige einheimische versuchten Fußball zu spielen. Doch!!  Wenn Fleiß und Arbeit fusionieren, dann kommt Rudnevs heraus. Herr Rudnevs ich bin froh, dass Sie in Hamburg spielen. Sie sind zwar kein Fußballästhet, aber besitzen anscheinend genau die Fähigkeit, die ein Stürmer braucht. Das Näschen. Rudnevs Tor HSV SVW

Viel mehr muss man auch nicht schreiben. Man kann – aber man muss nicht, denn jeder hat das Spiel gesehen, schon darüber philosophiert und die Schlagzeilen der Medien konsumiert. Doch als „Wer nicht hüpft, der ist ein Brähmer“ angestimmt wurde und 80 % der Zuschauer hüpften, dachte man sich: es geht doch, Leute. Da läuft es mir eiskalt den Rücken herunter. Was sind 1100 Kilometer für dieses erhabene Gefühl?

Mein Fazit: Ein Arnautovic in Bestform, meckernde Brähmer und schuldige Schiedsrichter. Ein Adler mit Slapstick sowie ein Aogo im zweiten Frühling. Ein spielerisch überzeugender HSV mit 28 Punkten bescherte mir einen wunderschönen Montag. In diesem Sinne. Es gibt nur einen Verein im Norden. HAMBURGER SPORT VEREIN. Es war schön mit euch gestern. Frankfurt wartet und mein Motto ist wie so oft dasselbe.

Kämpfen und siegen. NUR DER HSV.

Auf 28 Punkte
Christian E.

Wochenrückblick 4/2013

Die vierte Woche ist so gut wie rum und der Winter würgt uns mit seinen eisigen Temperaturen. Die frühlingshaften Temperaturen zu Beginn des Jahres sind verflogen. Es drohen herabstürzende Eiszapfen und glatte Straßen. Der Ball rollt unbeirrt weiter durch unser verschneites Land. Dortmund eröffnete am Freitagabend den 19. Spieltag mit einem 3:0 gegen Nürnberg. Am vergangenen Sonntag, ebenfalls mit Beteiligung der Franken – es war der 18. Spieltag, wurde ich Zeuge einer Spielweise der seltensten Art.

Mein HSV dominierte eine Partie über ganze 45 Minuten.  Spielfinesse und Abschlüsse im  Minuten- Takt. Ein Spektakel der Seltenheit gab es zu bestaunen. Bremen kann kommen. Die Fans der Eintracht aus Frankfurt sorgten wieder mal für Kopfschütteln. Bekannt durch Auffallen und Geldstrafen, droht der Eintracht wohl der nächste Scheck? Am Rhein zu Düsseldorf sollte laut Aussage einer Fortuna-Bloggerin – Der Nena, die Jagd auf den HSV beginnen. Der Start misslang. Endstand: 2:3 gegen Augsburg.  Dortmund demütigte den SVW und siegte überzeugend mit 0:5 im Weserstadion. Dortmunds Start beeindruckend. 8:0 Tore in zwei Spielen.

Was in dieser Woche meine Aufregung ebenfalls erregte, habe ich nun wieder zusammengefasst. Meine Woche in Buchstaben.

„Hasta la Vista“

In Madrid ist Feuer unter dem Dach. Nachdem man in der laufenden spanischen Meisterschaft mit 15 Punkten hinter Erzrivale Barcelona liegt, berichtete die meistgelesene Sportzeitung des Landes, die „Marca“, über eine angebliche Revolte beim Königsklub. Das Opfer: Jose Mourinho. Florentino Perez, Präsident der Madrilenen, dementierte mit den Worten: „Das ist eine glatte Lüge“. Doch die Marca blieb bei ihrer Geschichte.

Spaniens meistgelesene Zeitung hatte berichtet, mehrere Stars hätten mit einem Vereinswechsel gedroht, wenn Mourinho in der nächsten Saison weiterhin Trainer bleibe. Kapitän Iker Casillas und sein Vertreter Sergio Ramos hätten dem Clubchef bei einem Treffen die entsprechende Forderung übermittelt. „Präsident, wir oder Mourinho“, zitierte das Blatt die beiden Welt- und Europameister.

Was wird nun aus dem Trainergott? Wird es eine neue Stadt? Wird es Paris, die Stadt der Liebe und Milliarden? Neben all der Streitigkeiten gibt es auch was Positives. Real Madrid wurde zum 16. Mal der umsatzstärkste Verein der Welt.  512,6 Millionen Euro!!! Wahnsinn. Dahinter folgen Barcelona mit 483, Mio und Bayern folgt auf dem vierten Rang mit einem Umsatz von 368,4 Millionen Euro. Was ein Geld, liebe Fußballfreunde. Die Zahlen basieren aus dem Geschäftsjahr 2011/2012. Im spanischen Pokal erwarten  die Königlichen den FC Barcelona. Jetzt weg vom Geld – ab nach Südafrika.

Die Weltmeisterschaft war einmal– der Afrika Cup ist Realität

So lustig wie bei dem jubelnden Torwart geht es nicht immer zu in Südafrika. Ghana gegen Mali am Donnerstagabend. Ich war Zeuge der zweiten Hälfte am Fernsehgerät. Torchancen = Mangelware. Das Spiel ein Geplänkel im Mittelfeld. Was auffiel waren die Grätschen, die nicht nach dem Ball zielten, sondern eher an des Gegners Bein. Setzte ein Spieler zum Sprint in Richtung Tor an, dann dauerte es nicht lange und der Spieler wurde vom Gegner fachmännisch vom Rasen gepflügt. Wahnsinn. Die Zuschauer auf den Rängen, trotz der torarmen Partien – ein farbenfrohes und gut gelauntes Fußballvolk. Wenn ich mir was wünschen dürfte? Dann wären es Tore. 11 der 13 bisherigen Spiele endeten mit weniger als 3 Toren:  0:0, 1:0 oder 1:1 waren die Ergebnisse. Wie geht es weiter? Wer wird den Afrika Cup gewinnen. Der Favorit, die Elfenbeinküste, oder wird es wie im letzten Jahr eine Überraschung geben? Waka Waka. Rüber nach England.

London. Podolski im Rausch und Arsene Wenger dementiert

Das englische Boulevard meldete: „Verhandlungen zwischen Arsene Wenger und Schalke 04“.  Meine Frage an Jens Keller? „Wie fühlt es sich als Trainer auf Schalke eigentlich an. Wenn man weiß, dass man weiß, dass man mit dem wissen Leben muss, dass ein Wechsel bald Gewissheit wird“?  Nur, Arsene Wenger dementierte sofort: „Ich habe einen Vertrag hier und werde meine Verpflichtungen bei diesem Club respektieren – immer“  und weiter: „Die Bundesliga ist eine sehr interessante Meisterschaft, aber ich denke, die Premier League ist eine bessere“.  Zu dem angeblichen Interesse an Mats Hummels vom deutschen Meister äußerte sich Herr Wenger so: „Nein, ich kann mir nicht vorstellen, dass Dortmund seine Verteidiger mitten in der Saison irgendwohin verkauft, und wir haben auch keinerlei Versuch gestartet“.

Lob gibt es auch von unserem Export aus Köln: „ Bei dem Stil von Arsenal komme ich gut klar auf der linken Seite. Ich habe jetzt sieben (Liga-) Tore geschossen und neun Vorlagen gegeben und über deutsche Bundesliga sowie: „Es ist hier härter, man hat harte Spiele, und wenn du dann auf die Liga in Deutschland guckst, gibt es nur einen an der Spitze – Bayern. Ich denke, die Qualität der Bundesliga ist inzwischen sehr gut, nicht wie noch vor fünf Jahren“.
Seitdem du gingst hat sich die Qualität in der Tat erhöht. Viel Glück weiterhin, kleiner Prinz!!

Zum Abschluss erreichte uns ein Hilferuf und böse Tritte aus Swansea

Wer kennt ihn nicht mehr!! David Odonkor. Schreckliche Meldungen sudelten diese Woche durch die Presse. Nahe der slowakischen Grenze, in dem Städtchen Goverla-Zakarpatti, was der Ukraine zugehört, spielt beim Tabellenletzten der Ukrainischen Liga der ehemalige Held vom Polenspiel während der WM 2006. Als gefeierter Flankengeber setzte er mit Miro Klose die entscheidenden Akzente zum Siegtreffer gegen Polen. David Odonkor heute, im  Januar 2013!! Karriereende Ukraine? „Holt mich hier raus, ich bin ein Star“. Der Dschungel lässt grüßen.

England: genauer Bradford City. Nachdem man drei englische Erstligisten im Ligapokal eliminieren konnte – unter anderem Arsenal London, Wigan Athletic und Aston Villa, heißt es nun Finale! Wird Bradford City die Europa League erobern? Ein Viertligist? Währenddessen braucht ein Fan von Bradford City eure Hilfe bei Facebook.  1000000 Millionen Klicks benötigt er  und er darf zum Finale nach London. Das Problem. Er wohnt in Australien. Drückt gefällt mir. Zum Abschluss gibt es ein paar Tritte aus Swansea.

Ein schönes Wochenende. Auf 3 Punkte.

Christian E.

Durch Regen und Wind durch Sturm und Schnee, HSV Olé

Sonntags in Nürnberg. Endlich wieder Fußball. Die Vorfreude auf das erste Spiel im Kalenderjahr 2013 war groß und führte mich und meinen Leidensgenossen Fredo nach Nürnberg. Die erste Überraschung gab es gleich nach dem Aufstehen. Schnee, so weit das Auge reichte und die Kälte war spürbar. Die Bundesliga begann und der Wettergott brachte uns den flockigen Schnee. Mit der vielversprechenden Bilanz von 35 Siegen bei bisher 70 Aufeinandertreffen der beiden Traditionsvereine sowie  der  hochgelobten Vorbereitung ging es euphorisch Richtung Süden. Der Tag kurz zusammengefasst: Bitterkalt – Fußball zum Staunen sowie Unvermögen in Bruchteilen und eine rutschige Heimfahrt am Abend.

Die Hinfahrt verlief ohne Zwischenfälle. Die Stadtgrenze von Nürnberg wurde passiert und man schnupperte seit Wochen wieder die langersehnte Bundesligaluft. Doch etwas trübte die Vorfreude. Es war Winter in Nürnberg und bedeutete nur eines: es wird kalt. Die Füße vom Fußmarsch zum Stadion, trotz der Lammfelleinlagen bitterkalt,  hatte ich ein Gefühl von Erfrierungserscheinungen. 40 Minuten vor Beginn der Partie stand man nun im kalten weiten Rund und fror. Erste Reihe, ganz unten mit bester Sicht aufs Spielgeschehen und eisigem Gegenwind. Meine Fußzehen hätte man zu diesem Zeitpunkt abschnipsen können wie die morgendlichen Eiszapfen am Autospiegel.

Egal. Endlich wieder Stadion – endlich wieder Fußball. Um 15:27 Uhr spazierten die Herren auf das Feld und im Block war die Freude auf das Spiel zu spüren.

Einlauf FCN HSV

Nordkurve Nürnberg

Doch leider spielten die Protagonisten des Feldes nicht mit. Eine ernüchternde und langweilige erste Halbzeit. Der Auftritt der Rothosen war sehr mager. Nürnberg war in der ersten Hälfte die bessere von zwei schlechten Mannschaften. Durch Mak in der 43. Minute hatte der Club auch die beste Möglichkeit auf den Führungstreffer. Viel mehr kam aber auch nicht. Hamburgs beste Szene war ein Distanzschuss von Diekmaier in den Nachthimmel von Nürnberg. In Block 25a schlug die Langweile schon zu Beginn der Partie, in die Lust des Prügelns um. HSV´er untereinander schlugen sich in die Fresse. Das Resultat: eine krumme und blutende Nase. Ganz groß Jungs. Das waren die Highlights der ersten Hälfte. Der Support war stimmungstechnisch ganz in Ordnung  und dank der zahlreichen Hüpfeinlagen tauten auch allmählich die Füße auf. Pause. Durchatmen und an das Versprochene der Spieler erinnern.

Wie ein Donnerschlag ertönte es und ab Beginn der zweiten Hälfte spielte, sowie dominierte nur eine Mannschaft das Spiel. WIR – der HSV. Und wie: Per Skjelbred, Marcel Jansen und Heung-Min-Son stachen hervor. Das Spiel wurde endlich gespielt und man fegte  über den Platz. Nette Ballstafetten gab es zu bestaunen und die Leidenschaft im Spiel kehrte ein. Die  Mannschaft erwachte aus der Lethargie und erspielte sich Torchancen um Torchancen. Wann gab es das zuletzt? Ein Raunen im Block folgte dem nächsten und als man den Torschrei schon auf den Lippen hatte – waren entweder die Hände vom Schlussmann der Nürnberger – Raphael Schäfer im Weg oder das Tor wurde knapp verfehlt.  Im Fall Pinola kam zum  Glück auch noch das Pech dazu. Da mir durch eine Bande die hinter dem Tor positioniert war, die Sicht auf den unteren Teil des Pfostens versperrte, war ich für Sekunden irritiert. Schade. Pfosten.

Und ab diesem Zeitpunkt war mir als HSV-Fan klar: das geht nach hinten los. Es konnte nicht mehr lange dauern bis Nürnberg ein Tor erzielen würde. So waren jedenfalls die Spielverläufe in der Vergangenheit. Doch ich sollte mich irren. Die  70. Minute: nach Steilpass auf Jansen, der den mitlaufenden Aogo bediente, landete dessen Flanke auf dem Kopf von unserem lettischen Bomber, Rudi Rudnevs.  Mit Köpfchen vollstreckte unser Sturmtank zur verdienten Führung. 0:1 für Hamburg. Der Block tobte und die Nerven waren für Sekunden beruhigt. Die Freude war riesig. Wir lagen in Führung.

Tor FCN HSV

Wir sind nun mal Hamburg: 5 Minuten später!! Der Block versank noch im Freudentaumel da passierte es. Das Unvermögen war wieder auf unserer Seite. Diekmeier wie ein Statist, wird von  Gebhardt im 16 Meterraum stehen gelassen und dieser passte auf den alleinstehenden Tomas´Pekhart. Tor für den Club. 1:1, Prima. Der erste Torschuss von Nürnberg in Hälfte zwei. Olé. Da kam Freude auf und  ich war mir sicher: das verlieren wir noch!!

Doch der Sonntag hielt eine weitere Überraschung bereit. An diesem Tag war vieles anders. Die Spieler verfielen nicht in Angst oder Müdigkeit, sondern spielten mit voller Überzeugung, sowie mit einem spürbaren Siegeswillen weiter.  Noch 13 Minuten waren zu spielen! Heung-Min-Son: hatte er drei, oder vier Riesenchancen? Den Torschrei abermals auf den Lippen. Die Nachspielzeit wurde angezeigt: noch 2. Minuten zu spielen. Angriff über rechts, schöne Flanke von Diekmeier auf den Kopf von Son – doch dessen Kopfball klatschte an den linken Pfosten. Es war zum verzweifeln. Abpfiff in Nürnberg. 1:1. Traurig.

Was bleibt? Die Vorfreude auf das nächste Spiel und die Erkenntnis,  dass Fußball auch für unsere jungs nicht schwer sein muss. Kompliment für das Auftreten in Halbzeit zwei. Der Wille war zu spüren. Bitte genau so weitermachen! Danke.

Nordschlager: Hamburg empfängt Brähmen. Sonntag 15:30 Uhr im Volkspark. Ich bin leider nicht da, doch dass Motto bleibt dasselbe:

Kämpfen und siegen. NUR DER HSV

Christian E.

PS: Ich suche drei Steher für das Spiel in Dortmund. Bitte melden. Vielen Dank.

Wochenrückblick 3/2013

Endlich wieder Bundesliga

Nachdem die dritte Woche im noch jungen Jahr problemlos genommen wurde, dürfen wir uns endlich wieder freuen.  Heute Abend ertönt der Anpfiff  in die Rückrunde der Fußball-Bundesliga. Die 50. Spielzeit geht in die letzten 17 Partien. Noch 17 mal dürfen wir den Atem anhalten, den Puls  spüren und mit seinen Freunden inmitten der Kurve stehen. Die Festungen dieses Landes haben geöffnet. 17 Spiele – 51 Punkte. Alles ist  offen. Mein Verein, der HSV geht voller Selbstbewusstsein in die Partie am Sonntag in Nürnberg.  Thorsten Fink kann aus dem vollen Schöpfen und die Marschroute für Sonntag ist klar. 3 Punkt und das Ziel Europa. 

Die Eröffnung des 18. Spieltages aber bestreiten die Königsblauen aus Gelsenkirchen gegen Hannover 96 am heutigen Freitagabend auf Schalke. Anpfiff ist um 20:30 Uhr im Parkstadion. Da ich mich in meinen Wochenrückblicken hauptsächlich mit den Geschehnissen der letzten Tage befasse, ist es mir diesmal leicht gefallen. Diese Woche war aus meiner Sicht eine ruhige. Einzig und allein bescherten uns diese Woche die Bayern Schlagzeilen. Die Nachricht schlug in Europa und  Deutschland ein wie eine Bombe. Pep Guardiola wird ab der Spielzeit 2013/2014 neuer Coach des FC- Bayern München und beerbt den in die Rente gehenden „Don“ Jupp Heynckes auf der Bank der Bestia Negra.  Wird es passen oder wird es ein Flop wie Jürgen Klinsmann? Der eine stand auf Buddha-Figuren und Pep der Spanier, steht auf Tiki Taka.  Ein gutes Omen?

Da in dieser Woche nicht  viel passierte widme ich mich in meinem dritten Wochenrückblick der Vorfreude aus das Kommende. Da ich in den letzten Wochen mehr  damit beschäftigt war, neue Videos auf Youtube zu suchen als mich um meine Freundin zu kümmern, entdeckte ich Videos die so manche Vertreter von DFB und DFL, Polizei und Politik sowie Kritiker vor den Mund stoßen werden. Die bei uns geführten Diskussionen über Pyrotechnik verkommen bei Anblick der folgenden Videos zu  einer Krabbelgruppendiskussion. Die Videos sollen nicht meinen Fetisch für Pyrotechnik widerspiegeln, sondern sollen die Schönheit und den Wahnsinn von Pyrotechnik darstellen. Für verängstigte Eltern und Gegner von Leuchtmitteln sind die nun folgenden  Videos ein Schock. Doch ich verspreche euch. Wenn ihr diese Videos gesehen habt, dann werdet ihr merken das wir kein wirkliches Problem haben. Doch seht selbst. Ich wünsche allen einen tollen Start in die Rückrunde der Fußball-Bundesliga. NUR DER HSV.

Legen wir los mit Platz 5

Im August 2008 kam es zu einem Freundschaftsspiel von Aris Saloniki aus Griechenland und den Boca Juniors aus Argentinien. Beide Seiten sind bekannt für ihre Liebe zu Pyrotechnik. An diesem Abend erleuchtete das Stadion in einem Meer aus Bengalos.  Für diejenigen die sagen, dass  Kinder Angst vor Pyrotechnik haben, der sollte auf das Kind in den armen des Spielers mit der Nummer 11 achten. Feuer frei.

Platz 4: Finale Copa Libertardores 2011. Penarol aus Uruguay gegen den FC Santos aus Brasilien

Was mir an diesem Video gefällt ist die Aufnahme, die inmitten der Kurve heraus aufgenommen wurde und einen teilhaben lässt an den Gesängen und einem Feuerwerk, was bei uns den Untergang des deutschen Fußballs bedeuten würde.  Würdet IHR Angst bekommen wenn IHR dort stehen würdet? 3.2.1 und Action

Platz 3. CURVA SUD CATELLO MARI

Italien. Ihr habt nicht nur die beste Küche sondern versteht es auch mit wenigen Leuten ein Spektakel aufs Parkett zu zaubern wovon wir nur träumen dürfen.

Platz 2: Brigarda Curva Sud – PSS Selman aus Indonesien

Dieses Video habe ich bestimmt schon hunderte male gesehen und werde es mir  vermutlich nochweitere hundert Mal ansehen. Das Video dauert 10:59 Minuten und ist wirklich jede einzelne Sekunde sehenswert. Zuerst bekommt man ein paar Eindrücke von dem Spiel, was in manchen Szenen sehr lustig erscheint. Doch die Choreografie ab Minute 1:46 zeigt, dass man mit Disziplin und Willen eine einzigartige Choreo, im Einklang mit Gesang und im Zusammenspiel von tausenden willigen ein grandioses Ereignis schaffen kann. Zudem hört der Gesang nicht wie bei uns nach ein paar Sekunden wieder auf, sondern hält sich kontinuierlich über mehrere Minuten. Kopfhörer auf und genießen.

Platz 1. Gremio Porto Alegre aus Brasilien

Was soll man zu dem letzten Video groß sagen. Ich garantiere euch Gänsehaut. Das Video gibt einen Einblick in die Vorbereitungen der Kurve und verdeutlichen wie viel Material von Nöten ist, um solch ein Spektakel aufzuziehen. Bitte achtet auf die Ausschnitte bei Minute 2:18 und auf den ins Bild kommende Feuerwehrmann bei Minute 4:11. Im Zusammenspiel mit der laufenden Musik: Gänsehaut. Die Rauchtöpfe bei Minute 4:21 erinnern mich an ein leckgeschlagenes Ölfeld. Das schwarze Gold verdunkelt den Himmel. Viel Spaß.

Lasst die Spiele beginnen. Nürnberg wir kommen. Kämpfen und siegen.

Herzlichst
Christian E.

Wochenrückblick 2/2013

Die zweite Arbeitswoche ist rum und die Freude über das Wochenende ist trotz der anhaltenden Fußballpause und fehlender Sonne erträglich. Die Freundschaftsspiele der Woche und  die am heutigen Samstag entschädigen ein klein wenig auf den Anpfiff am folgenden Wochenende. Der Kleinste war wieder einmal der Größte. Lionel Messi gewann zum vierten Mal in Folge den „Ballon d’Or“ und ist Weltfußballer des Jahres 2012. Christiano Ronaldo zog erneut den kürzeren. Doch sein Gesichtsausdruck über die Niederlage, schenkte dem Wort „Nächstenliebe“, ein Gesicht. Die Wölfe aus der Autostadt sind mittlerweile ein fester Bestandteil in meinen Ausgaben. Klaus Allofs und Dieter Hecking tragen das Erbe von Magath auf ihren Schultern und Fluchen. Das Simon Wiesenthal Center aus Los Angeles veröffentlichte eine Statistik mit den antisemitischsten Ländern ,Gruppen, Vereinen etc. Gold und Glamour sind ebenfalls vorhanden. Die Scheichs! Was mich diese Woche am meisten irritierte oder erheiterte, gibt es nun in meinem zweiten Wochenrückblick zum Nachlesen. Der Kleinste beginnt.

Lionel Messi

Gerd Müller, unser Bomber der Nation über Lionel Messi: „Wenn einer annähernd 100 Tore in einem Jahr schießt, kann es keine zwei Meinungen über den Weltfußballer geben. Er ist ein unglaublicher Spieler, ein Gigant und dabei ein so sympathischer und eher zurückhaltender Profi“. Warme und wahre Worte. Herzlichen Glückwunsch zum vierten Titel in Folge zum „Weltfußballer des Jahres“. Chapeau. Doch, die Worte eines  Gerd Müllers folgten auf den Liebesgruß aus Barcelona. Lionel Messi signierte sein Trikot mit der Nummer 10: „Für Gerd Müller. Meinen Respekt und meine Bewunderung. Eine Umarmung”. Zwei Weltstars unter sich.

Das Ziel: Internationales Geschäft

Meine lieben aus der Autostadt. Ich komme um euch selten herum. Es gibt Mannschaften, die erwähnte ich nie. Doch ihr, ihr seid ein ständiger Gast in meinen Artikeln. Wieso? Weil ich den VW Golf mag, oder weil es ein deutsches Unternehmen ist? Oder ist es der Handel mit Spielern? Ist es die Faszination „Magath“, die euch zu dem gemacht hat, was ihr seid. Euer ehemaliger Kommandant, Felix Magath, genießt das Leben und ist am Wochenende in England zu Gast. Die Wortführer in Wolfsburg, Allofs und Trainer Hecking machen da weiter, wo alles begann. Spieler ein- und versuchen zu – verkaufen. Aktuell stehen 35 Spieler bei den Wölfen unter Vertrag. Wie heißt es so schön in der VW Werbung: „Nur wer die Menschen kennt, kann das Auto bauen“. Gilt das Gleiche für die Profimannschaft? „Nur wer die Menschen kennt, kann eine Mannschaft aufbauen“? Ist das der Grund, warum ihr so viele Spieler habt?

Die Scheichs und andere Milliardäre mit dem Leid: „wohin nur mit meinen Millionen“

Wo das schwarze Öl fließt, da fließt auch das Geld. Das Problem bei vielen Milliardären: in der Wüste wird das Fußballspielen irgendwann zu langweilig und man sucht nach einem neuen Hobby. Vereine in Europa werden übernommen – dank der vorhandenen Regeln und Möglichkeiten in den betroffenen Ländern. Doch was steckt hinter den Millionen Arrangements? Wirkliche Liebe zu diesem Verein? Oder protzt man in der arabischen Welt mit den Worten: schaut her. Ich habe den bekanntesten Verein gekauft? Eine kleine Übersicht.

  •  Nasser Al-Khelaifi ist bereit für die große Revolution. So schreibt die „Le Parisien“. Aus Paris Saint Germain soll der Paris FC, so wie es 1972 schon einmal war werden. Das „Saint Germain“ soll weichen und dasVereinswappen soll einem veränderten kapitulieren. Geht es noch? Sind das die Bedingungen für die bisher 260 Millionen Euro die in die Mannschaft flossen? Ob die UEFA bedenken hat?
  • Manchester City ist im Besitz der Herrscherfamilie von Abu Dhabi. 490 Millionen Transferminus wurden übernommen und bisher unvorstellbare 655 Millionen Euro an Ablösesummen bezahlt. Erfolge? 2012 Englischer Meister und 2011 gewannen die Blues den FA-Cup. War es das viele Geld wert?
  • Spanien wir kommen, dachte sich wohl Abdullah ben Nasser Al Thani als er aus Katar den spanischen Klub, den FC Malaga für 25 Millionen Euro übernahm und als Antrittsgeschenk 70 Millionen Euro an Schulden tilgte. Für weitere 84 Millionen wurde in Ablösesummen investiert. Im August des letzten Jahres drehte der Scheich dann kurzerhand den Geldhahn zu. Das Überleben war in Gefahr und konnte nur durch Notverkäufe von Spielern, die nötig waren, um die anderen noch bezahlen zu können. Im Dezember 2012 gab die UEFA bekannt, dass der FC Malaga aufgrund des „Financial Fairplay“ für den Europapokal entweder in der kommenden Saison, oder im Laufe der nächsten 4 Jahre für eine Saison gesperrt wird.
  • Und in Deutschland haben wir trotz der 50+1 Regel ein ähnliches Problem. Investor Hasan Ismaik hat mit 49% der stimmberechtigten Anteile sein Wörtchen mitzureden bei 1860 München. Mit großem Geld und Glanz und Gloria peilte er den Aufstieg an. Und nun? Aussteigen oder weitermachen Herr Ismaik? Ich bin gespannt. Andreas Rettig DFL Geschäftsfüher sagte in einem Interview mit der Spobi: „Am Beispiel 1860 München sieht man, wie gut es ist, dass wir in Deutschland die 50+1-Regel haben, die verhindert, dass Investoren die Stimmenmehrheit übernehmen“. Was Herr Kind von Hannover wohl denkt wenn er die Bespiele liest? Hamburg: Herr Kühne lässt grüßen. Groß einkaufen aber rote Zahlen auf dem Konto. Ist es das, was viele wollen? Dann viel Erfolg.

West Ham United und die Nominierung des Wiesenthal Centers

Was ich bis vor wenigen Tagen noch nicht wusste, ist, das West Ham United auf Platz 4 der Statistik des Wiesenthal Centers, einer internationalen Menschenrechtsorganisation, die ihren Hauptsitz in Los Angeles hat, kommt. Diese Organisation beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit dem „Holocausts“. Was war geschehen? Im Spiel gegen Lokalrivale Tottenham Hotspurs hallten Gesänge durch das Stadion wie: „Adolf Hitler ist zu euch gekommen“ und „Ihr werdet morgen vergast“. Man sollte wissen, dass Tottenham in dem ehemaligen, stark jüdisch geprägten Viertel Stamford Hill beheimatet ist. Zudem wurde durch zischende Geräusche  das Rauschen in einer Gaskammer simuliert. Hartes Brot. Wie würdet IHR reagieren wenn es zu solchen Szenen in eurer Kurve kommen würde? Oder denkt IHR, das sowas unmöglich ist?

Das war es in dieser Woche wieder. Hoffen wir, dass sich der Wunsch von Christoph Daum nicht erfüllt. Falls die Bedingungen passen würden, dann könnte er sich wieder eine Trainertätigkeit in der Bundesliga vorstellen. Bloß wohin? Ins Ruhrgebiet, dem t ehemaligen Abbaugebiet von Koks? Also, wohin mit Ihnen, Herr Daum? Norden, Süden oder Osten?  Der letzte Gruß. Wünschen wir Lewis Holtby einen angenehmen Empfang am kommenden Wochenende im Heimspiel gegen Hannover 96. Im Kicker sagte er: „Weil ich immer ehrlich und authentisch war“, und weiter. „Die Leute können selbst entscheiden, wie sie jetzt reagieren. Egal, was sie machen, ich werde es auf jeden Fall respektieren“. Es bleibt dir auch nichts anderes übrig, lieber Lewis.

Ein schönes Wochenende. NUR DER HSV.

Christian E.

Wochenrückblick 1/2013

In der Fußball Bundesliga ist Winterpause. Doch, wo ist der Winter? Die Kirschblüten blühen schon im Januar und  Schnee ist nicht in Sicht. Die Fußballplätze leuchten in sattem Grün, liegen bespielbar, doch alleine dar. Kein Winter und kein Fußball. Die ersten Vögel zwitscherten mir am Donnerstagmorgen schon entgegen und es kam mir  vor wie ein Morgen im Frühling.  Dabei ist Weihnachten und Silvester gerade erst um.  Noch 13 Tage verbleiben liebe Fußballfreunde und dann heißt es wieder: das Runde muss ins Eckige.

Mein Verein – der Hamburger Sport Verein weilt in Abu Dhabi. Der Kader ist vollständig und alle Spieler sind wohlauf. Es kann trainiert, studiert und geübt werden. Die Freude auf den Anpfiff in Nürnberg steigt. Der Stimmungsboykott wurde beendet und es darf wieder von Beginn an gesungen und getanzt werden.  Die Bundesliga ruht, doch die Randgeschichten leben weiter. Hier meine Zusammenfassung der letzten Tage.

Die „Van der Vaarts“

An Weihnachten war die heile Welt noch in Ordnung. Auf Facebook wurde ein gemeinsames  Foto gepostet und die „Van der Vaarts“ schienen  glücklich und zufrieden vor einem Weihnachtsbaum zu stehen. 7 Tage später und spät am Abend von Silvester, knallten wohl nicht nur die Korken. Das neue Jahr – ein Trennungsjahr? Was soll man sagen als neutraler Beobachter? Mir egal? Die Bildzeitung wieder an erster Stelle und mit der Überschrift des bisherigen Jahres: „Was wird aus Damian, wenn die Eltern arbeiten müssen“.  Da hatten wir es wieder. Das arme Kind, das Leid unserer Gesellschaft. Liebe Verfasser dieser Überschrift: Wer passt auf eure Kinder auf, wenn ihr arbeiten seid? Die Omas und Opa, eure Geschwister, eine Pädagogin in einer Kita oder eine Tagesmutter im heimischen Heim. Was dachtet ihr?

Kevin „Prince“ Boateng

Der Herr der ausgefallenen Frisuren und das Feindbild von Michael Ballack. Die einen mögen ihn und die anderen mögen seinen Bruder. Beim letzten Freundschafstkick seines Vereines dem AC Mailand bei Pro Patria, verließ er in der 26 Minute das Spielfeld. Da er und andere dunkelhäutige Spieler mit Affenlauten beleidigt wurden, verließ zuerst Kb das Spielfeld und die komplette Mannschaft tat es ihm gleich. Italiens Nationaltrainer, Cesare Prandelli sagte in einem Interview dazu: „Italien muss wachsen und entschlossener gegen Rassismus vorgehen“ und „Der AC Mailand hat sich fantastisch verhalten.“ Ja, liebe Italiener. Wirkt bei dem oder anderen noch die Ära Mussolini und Hitler nach? Der Krieg ist um liebe Italiener. Aufwachen.

Herr Rettig lädt zur großen Runde

Seit dem 1. Januar ist Andreas Rettig nun Offiziell Geschäftsführer der deutschen Fußballliga. Die Süddeutsche titelte: „Rettig: ein Mann mit Grasgeruch“.  Kiffen sie Herr Rettig? Sie scheinen mir Sympathisch.

In einem Interview mit dem Spiegel sagte er, wie er sich seinen Weg vorstellt. Direkt aber kompromissbereit und den Gesprächsdialog suchend. Zum Thema Sicherheit in deutschen Stadien: „Es reden zu viele über Sicherheit, die mit dem Schirm überm Kopf vom VIP-Parkplatz auf die guten Plätze eskortiert werden“. Attacke Herr Rettig. Weiter: „Nehmen Sie den Platzsturm in Düsseldorf“ – da gingen Bilder um die Welt, die als Symbol für Gewalt gewertet wurden. Dabei gab es gar keine Gewalttaten. Das war ein Ausdruck von Freude, auch wenn Platzstürme und der Gebrauch von Pyrotechnik natürlich grundsätzlich zu verurteilen sind.“ Er habe nichts gegen die Ultra-Bewegung. Im Gegenteil. „Aber dort, wo sie sich als Fan-Elite versteht, die mehr Rechte, als andere für sich reklamiert und das Stadion als rechtsfreien Raum definiert, endet mein Verständnis.“ ein guter Start. Sein Plan: selektive Wahrnehmung aufzubrechen und aus der Vogelperspektive auf die Probleme zu schauen“.

Schön gesprochen Herr Rettig. Ein Mann mit Verstand und Grasgeruch. Viel Erfolg.

Neues vom Menschenhandel

Der VFL Wolfsburg, Marktführer im Bereich „Menschenhandel“ schlug wieder zu und erwarb sich die Dienste von Ivan Perisic. 7,5 Millionen Euro zahlt der Werksklub an den amtierenden deutschen Meister, Borussia Dortmund. Wie überredeten die Verantwortlichen des VFL, Herr Perisic wohl? Linke Außenbahn, Millionengehalt und ganz viele Titel? Viel Glück in Wolfsburg. Auf Schalke  ist auch eine Menge los.  Marco Höger verlängerte seinen Vertag vorzeitig bis 2016 und der kleinste im Team sagt “ Goodbye Gelsenkirchen“. Lewis Holtby wird sich seinen Kindheitstraum erfüllen und an die „White hart lane“ was übersetzt: „die Gasse zum weißen Hirschen“ bedeutet, wechseln. Die Tottenham Hotspurs haben das Rennen gemacht.  Die Schalker Seele kocht bei den einen und die anderen zeigen Verständnis. Es ist also wie immer.  Die Glitzermetropole München hat seinen nächsten Star der Ersatzbank verpflichtet.  Jan Kirchhoff von Mainz 05 wechselt spätestens im Sommer vom Rhein an die Isar. Aus Karneval wird Lederhose. Ist nicht schon mal jemand aus einer Karnevalsstadt nach München gewechselt? Wie heißt er …Prinz … ich komme nicht drauf. Viel Glück Herr Kirchhoff zum  Sprung vom aktiven, zum stillen Teilnehmer. Stuttgart: was ist los mit Bruno Labbadia? In Stuttgart warten sie auf seine Vertragsverlängerung und  worauf wartet Herr Labbadia? Wartet er auf bessere und utopische Angebote, wie vielleicht von den Bayern? Haha, die Bayern. Unterschreiben Sie lieber.

Man liest es. Auch wenn der Ball nicht rollt,. Die Geschichten die rund um die Bundesliga mit ihren Stars und Sternchen, Trainern und Fans passieren bedeuten nie Stillstand. Es gibt immer was zu Reden und zu bestaunen. Die Bundesliga, unser liebstes Kind.  Ich warte auf den Anpfiff. Erster Stopp: Nürnberg. Ich bin vor Ort.  NUR DER HSV

Kämpfen und siegen.

Christian E.