Als es dunkel wurde in Düsseldorf.

„Lasst uns ein Spiel spielen“ Ihr habt verloren – an diesem Abend in Düsseldorf. Auf den Rängen wie auf dem Rasen. Die Kritiker sind erfreut und fühlen sich bestätigt – die Argumentation des Gefährlichen wieder auf der Seite des Gesetzes. Eures Gleichen – lachte über euch. Samstag fluchten sie über euch. Ein Spiel mit dem Feuer – ein Spiel der Verbote und des Versteckens. Die Choreo, der Gedanke an den Sinn der Sache –einleuchtend. Doch ihr habt es verloren.

Kein Vorwurf von mir – ich mag es – so was kann passieren. Nur darf es eben nicht. Zaunfahnen brannten, eure Blockfahne, die Trommel ebenso. Müsst ihr euch jetzt auflösen? Gilt das nur bei Diebstahl eurer Blockfahne. Dem Symbol der Gruppe. Klärt mich doch bitte auf. Es sind eure Gesetze.

Und des Kritikers wohl schärfstes Argument: Leichtverletzte. Verfolgt man die täglichen Nachrichten aus aller Welt ein kleine Randnotiz. Für die Kampagne „Pyrotechnik legalisieren – Emotionen Respektieren“ und allen Befürwortern ein Urknall. Die Kritiker und Gegner stießen an.

Feuer im Block – die Feuerwehr musste löschen. Die Flucht ergriffen, wollte man  raus aus dem Block, in Angst oder Panik die Sturmmasken herunter gezogen, des Risikos bewusst. Frei für alle Videokameras empfangbar, gesehen oder nicht? Klingt wie ein Krimi – mitten unter uns – in deutschen Stadien.

Wie so oft bei Auswärtsspielen sehe ich euch, aber kenne euch nicht. Was wird nun? Hat man euch? Exekutiert man euch nun? Konntet ihr der Staatsmacht entkommen?

Alles aus Liebe zum Verein, zu eurer Gruppe – gegen Repressionen und gegen des Staates Armee – ein Feuerwerk, gemalt in den Abend – schade.

Alles im Leben wiederholt sich, alles wird wieder neu aufgerollt. Die Leute werden Reden – neue Kampagnen werden gestartet – Diskussionsrunden entstehen – Fachkompetenz wird ausgestrahlt.

Stadionverbote, Stehplatzverbot, Sitzplätze im weiten Rund – das Auswärtskontingent sinkt, Verhältnisse wie Hoffenheim in der Fremde– essen im Sitzen, trinken, schreien und fluchen, freuen, all das im Sitzen. Emotionen werden überkochen, Stimmung wie in Bierzelten. Geschunkelt bis zu Ekzemen an den Oberarmen. Alles wiederholt sich. Ich werde müde.

Es war Ironie, als ich schrieb, in Bezug auf die Gewalttablle. „Hamburg nur auf Platz 10 – das muss besser werden meine Freunde“ Das war falsch verstandene Ironie.

Dienstag kommt Schalke und nicht auf die Spieler wird man zuerst schauen – nein auf euch. Zum Spiel zu schauen lohnt auch nicht. Düsseldorf im Auge wird man sich erinnern. An die Bösen, an die, die den Fußball kaputtmachen wollen aus des Volkes Munde. Keine leichte Bürde.

Düsseldorf. Langweilig und schnell erzählt. Wie so oft. In Großzügigkeit auf Platz 1 der Tabelle wurden der Fortuna die Tore geschenkt – uns wurde eins genommen – VDV verletzt, die Euphorie auch schon längst verflogen wird man weiter kämpfen. Die Erinnerung an das Spiel verflogen – steht schon das nächste an.

Eine Zeit lang wurde nach oben geschaut – Traumwischerei – schade.

Eine Woche als Fan geht zu Ende. Kämpfen und siegen, Jungs.

Christian E.

7 Gedanken zu “Als es dunkel wurde in Düsseldorf.

  1. Heiko Schmidt

    Noch immer entsetzt von einem Kackabend in Düsseldorf – und ich meine an dieser Stelle nicht das Spiel!
    Leidenschaftlicher Stehblockfan des heilegen SV, beschreibe uns überall als schon etwas Besonderes in Sachen Support und ja, ich mag Pyro!
    100 oder 200 Live-HSV-Spiele, keine Ahnung, die Wahrheit liegt wohl irgendwo in der Mitte, nie habe ich eine solche „Stimmung“ im Block erlebt. Da boxen Hamburger Hamburger, da gibt es Bierduschen wie selten, da werden echte Gesichter des Blocks (sexmaschine, eines der Orginale) nach dem Spiel angefeindet und geboxt und dann die peinliche Aktion mit den eigenen Bannern, pfui Fanclubs, eine innere Reinigung ist dringend notwendig! Nicht jeden in den Sonderzug lassen!

    Ein echter Bärendienst an Alle, die sich inhaltlich mit leidenschaft um die Themen Fankultur, Stehplatz, Pyro und Sicherheitspapier kümmern, die Argumente haben einen Schlag ins Gesicht bekommen, leider.

    Das „Fans“ der Haupttribüne, und/oder sky-Abo wenig von unserem Mop halten ist man gewohnt, das ich es als ’so denke ich‘ eines der Gesichter dieses Blocks, den Abend und seine Geschenisse als peinlich bezeichnen muss, schmerzt!

    Sehr schade und ich hoffe nicht nur auf ein ordentliches Statement con CFHH sondern auf eine ernstgemeinte Entschuldigung incl. Maßnahmen.

    Heiko

    1. linushsv

      Moin Heiko. Danke für deinen lesenswehrten Kommentar. Ein Kommentar aus der Mitte unseres Blocks. Danke. Kam es auch zu Schlägereien untereinander? Traurig.

      1. Heiko Schmidt

        Ja leider und zwar direkt am Zaun, eigentlich ja der Bereich einer „geschlossenen“ bzw. Homegenen Gemeinschaft. Streitschlichter haben dann auch noch einen mit bekommen, leider echt arm!
        Heiko

  2. Pingback: Die Blogschau für Montag, den 26.11.2012 | Fokus Fussball

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