Fußballwoche Ausgabe 8

Die Dinge, die mich bewegten.

Zuerst eine Sturmwarnung an die Damen. Die Altersklasse über 18 Jahren muss sich fürchten – die Damen ab 30 – dürfen aufatmen. Nehmt euch in Acht. Lothar Matthäus. Er ist wieder Single. Weltklassespieler, Titel und Pokale. Das Trophäensammeln geht weiter.

Die wundersame Liga der Champions League in Deutsch

3 Mannschaften – 3 Erfolge. 3 Mal Achtelfinale. Eine sich wiederholende Woche des deutschen Fußballs neigt sich erneut ihrem Ende zu. Es durfte gejubelt werden. Dortmund drehte locker „Tütchen in Amsterdam“ und gewann mit 1:4. Götze und Reus. Genial.

Der Genosse aus dem Ruhrpott, Schalke 04, folgte euch und erreichte gegen häuserbauende Griechen ein mühevolles aber gerechtfertigtes 1:0. Verdient im Achtelfinale. Glück auf.

Und wo Glanz und Gloria das sagen haben, darf der FC Bayern München natürlich nicht fehlen. Lille gibt es leider nur einmal in der Gruppe. Geht die Leichtigkeit wieder flöten? Gedanken an vergangene Jahre. Dortmund siegt und siegt. Bayern mit Mühe eine Runde weiter. Überzeugend war es nicht: doch wenn es kommt, wie es meistens kommt, dann spielt ihr bis zum Ende mit. Glückwunsch.

Periodensystem und Gewalttabelle

Keine Woche ohne Angst, Überraschungen, Statistiken und Tabellen. Die neuesten Nachrichten: eine Gewalttabelle. Frankfurt darf sich rühmen. Muss ich mich auch fürchten? Ich lebe nicht weit vom Main. Hamburg: nur auf Platz 10? Das muss besser werden, meine Freunde. Seht ihr, ich bin infiziert. Infiziert durch eure Schlagzeilen.Fühle ich mich als Gewalttäter und sehne mich nach dem Schmerz, dass knacksen von knochen  und wenn das Blut am kalten Boden gerinnt? Ich bin gierig, besessen von Blut.

Ein Freizeitvergnügen. Spaß an Prügelei und verbalen Konfrontationen. Ich genieße den Strahl des Pfeffersprays. Doch, immun nach jahrelangem Konsum. Die liebe nach Schweiß und die Angst im Inneren, Kirmes in meinen Gedanken. Lese ich eure Schlagzeilen, dann fühle ich mich, als wäre ich selbst ein Verbrecher, nur weil ich Fußball lebe. Tausende Menschen. Tausende Veranstaltungen. Tausende Schlagzeilen.

Liebt euch, umarmt euch, liegt lachend in den Armen eurer Rivalen. Ist das eure Vorstellung? Lebt es uns vor. Ich verharmlose nichts, ich bin plötzlich klar und gegen Gewalt, nur etwas erschöpft. Die Lösung so nah. Ins Stadion und Drogen kaufen. Ein  Drogenkartell  in deutschen Stadien? Wie in Banken und Regierungsvierteln?

„Ja ich habe schon gesehen, wie mit Drogen gedealt wird“, rühmte sich ein Zeuge in den Medien. Mütter und Väter sitzen ängstlich zu Hause. Als Fußballfan ins Stadion und als Abhängiger von Verboten nach Hause kommend. Fängt an Drogen zu nehmen. Mütter sagen: Mein Sohn macht so was nicht. Der ist kein Ultra.

Opas bleiben fern.

Statistik hier und da. Bilder voller Gewalt auf allen Sendern. Immer die wiederholenden Bilder aus vergangenen Tagen. Ein Moderator zündete und erklärte, wie schnell des Kindes Jacken brennen, welche Gefahren dort lauern. 5-Jährige in deutschen Stadien, stehend – erste Reihe und brennend –  Sekunden. Nobelpreis an Herr J.B.K. Leute, die reden, weil sie reden, aber durch nicht reden auffallen. IHR macht den Leuten Angst.

Von dem Bösen zum Guten

Gibt es Worte für das, was ihr leistet? Stehen im Duden die passenden Worte? Diese hervorhebenden Worte, die eure Leistung würdigen? Die Begeisterung sprudelte es aus mir hervor. Meine Finger – im Einklang mit meinen Gedanken – schwebten über meine Tastatur, und je mehr ich an euch – Dortmund – dachte, an euren Spielstil – übernahmen und zelebrierten meine Hände diesen Schreibstil. Zackzack, Achtelfinale. Vor Real Madrid. Vor Manchester City. Vor Ajax Amsterdam. Ich nehme alles zurück, was ich sagte und auch schrieb. Schiebung oder Losung. Ganz groß. Respekt.

Trübsal adé, Lukas Podolski olé. Was ein Hammer. Ich zitiere ihn so gerne : „Ich denke nicht vorm Tor – das mach ich nie!“ . Brauchst du auch nicht. Aus vollem Lauf, volley und mit Vollspann abgeschlossen. Klasse.

Europa -League.

Die Fohlen trabten in die nächste Runde. Ihr habt es ja doch geschafft. Glückwunsch. Stuttgart erledigte Steaua Bukarest auswärts mit 1:5 und hat im letzten Heimspiel gegen den norwegischen Vertreter von Molde FK alle Möglichkeiten aufs Weiterkommen. Leverkusen verspielte Platz 1 und unterlag im kalten Charkov mit 2:0. Hannover spielte 0:0 gegen Twente Enschede und muss am letzten Spieltag in Levante alles geben, um als Gruppenerster in die nächste Runde einzuziehen. Glückwunsch.

Hoffen nach dem Streben

In der Hoffnung liegt das Glück. „Vor meinem Inneren spielten sich Szenen ab. Dunkelblaue Trikots –dunkelblaue Hosen – zelebrieren Fußball“. Heute Abend in Düsseldorf. Kämpfen und siegen, Jungs

Zur Einstimmung auf das Fußballwochenende ein kleiner Stimmungsaufheller mit lustigen und singenden Menschen aus Argentinien.

Auf 3 Punkte.

Christian E.

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