Fußballwoche Ausgabe 7

Ist heute Freitag oder Samstag? Weder Champions League oder Europa-League: nichts von alle dem. Man kommt aus seinem Rhythmus und verliert das Gefühl für die Tage und die Zeit.

Ist der Mittwoch schon rum oder träumte ich von einem Klassiker. Holland gegen Deutschland in Amsterdam. Fußballfights, Blutgrätschen und Schmähgesänge. Die Zeiten, in denen ein Ronald Koeman andeutete, sich mit einem Deutschland-Trikot den Hintern abzuwischen oder als ein Frank Rijkaard unsere Tante Käthe bespuckte, scheinen vorbei zu sein – aber wieso? Ich freute mich auf dieses Spiel – trotz der vielen Ausfälle erwartete ich keinen Leckerbissen, nein – aber ich erhoffte mir einen packenden Fight zweier Rivalen. Irgendwann schlief ich ein.

Louis van Gaal! Gesandter des modernen Fußballs. Sie veränderten Bayern München und Sie inspirierten unseren Bundestrainer, aber ihre Holländer scheinen das System wohl nicht zu verstehen. Wer groß hinausposaunt, von dem erwartet man Taten. Kleine Brötchen schmecken genauso gut. Ein Feuerwerk an Kreativität, an Spielfinesse und Zielstrebigkeit oder an Torabschlüssen? Wir sind nicht Andorra oder Ungarn, Türkei oder Rumänien. Sind das die 4 Gründe, warum es in der WM-Quali so gut läuft?

Die Stimmung, nein, nicht wie in München: schlechter. Eine Stecknadel hätte euch von den Sitzen gerissen. Nichtmal ein „Hip hip Holland“ oder „unsere modernen Pappklatschen“. Hat man euch eure bengalischen Lichter, euren Joint, entzogen? Ich werde zu einem Fußballromantiker in der heutigen Zeit.

Klaus Allofs, sie haben es wirklich getan und verlassen Bremen. Den Wiesenhof Deal noch perfekt eingefiedert, scheint ihnen wohl diesbezüglich die Flatter zu gehen und Sie in ein schlechtes Loch voller Gewissen zu stolpern? Anders kann ich mir den Wechsel nach Wolfsburg nicht erklären. Des einen Leid uns des anderen Freud:

„Endlich mal einer mit Verstand“, wird man in Wolfsburg sagen. Viel Erfolg.

Ich würde gerne die Fans aus Bremen dazu befragen, aber die wollen nur, dass Bayern nicht Meister wird. Verstehe ich nicht?

In Hamburg haben wir unsere eigenen Probleme. „Wer hat an der Uhr gedreht“, wird man sich im heimischen Volkspark wohl fragen. Die ewige Uhr, das Symbol der dauerhaften Zugehörigkeit zur Fußball-Bundesliga hat seinen Atem verloren. Apokalypse Now? Unheil? Gespensterstimmung? Samstag, Heimspiel gegen Mainz. Ich bin live vor Ort und schaue nach. Eine schaurige Woche neigt sich dem Ende entgegen.

Weltstars wie Christano Ronaldo hatten eine schmerzhafte Woche. „Jetzt oder nie“, wird sich Herr Navarro von UD Levante wohl gedacht haben, als er C. Ronaldo in der 2 Minute mit einem Ellenbogenschlag herzlichst willkommen hieß. Doch was lehrt uns das? Der Junge ist so genial, dass „Es“ sogar mit einem Auge seine Tore macht. Das 0:1 beim 1:2 Auswärtssieg. Gute Besserung.

4 Tore sind In in Schweden. „Ibracadabra“, Zlatan der Schreckliche drehte mächtig auf. Erzielte alle 4 Tore gegen das Mutterland des Fußballs, England. Durch einen Hattrick in der zweiten Hälfte der Partie sowie einem sehenswerten Fallrückzieher – zudem ein englischer Torwart, der einfach kein guter Torwart sein kann, weil er eben Engländer ist – komplettierten diesen genialen Treffer zum 4:2 Endstand. Gratulation.

Diese Woche war ruhig und ich verabschiede mich ins Wochenende und meiner Reise in die schönste Stadt der Welt. Hamburg.

Kämpfen und siegen, Jungs. NUR DER HSV

Auf 3 Punkte.

Christian E.

3 Gedanken zu “Fußballwoche Ausgabe 7

  1. 05-erJung1978

    so, Glückwunsch zum Arbeitssieg…es war dennoch kein besonders gutes Spiel. Dein Bericht ist gut, und mit viel Umsicht auf das Geschehen ums runde Leder. Mach so weiter. VG aus MZ

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