Fußballwoche Ausgabe 6

Neues vom grünen Rasen sowie der Champions und Europaleague. Druckfrisch. Klaus Allofs soll das sinkende Schiff verlassen und aus dem beschaulichen Bremen ins trostlose Wolfsburg wechseln, spekulieren schon die ersten „Kenner“ im Netz. Das wär ja was. Den Schulden wird der Rücken gekehrt und den Millionen entgegen gewunken. Glückwunsch. Mehr fällt mir dazu nicht ein. Was wollt ihr alle in Wolfsburg? Das Jahr 2009 ist längst vorbei.

Fangen wir an. Natürlich mit der Champions League.

Die deutschen Teams spielen sich elegant und erobernd durch Europa – sammeln Punkte wie Mutti Treuepunkte beim Discounter – und erfreuen unser deutsches Fußballherz durch spielerische Glanzleistungen und Galavorstellungen. Ich bin immer noch erstaunt über die Ereignisse der zurückliegenden Tage. Der BVB spielt wie ein Katholik, der den Papst im Hause zu Gast hat. Voller Euphorie, Begeisterung und einer gewissen Demut. Mit Esprit, Klasse und eiskalt vor dem Tor. Die Hobbits aus Dortmund: Marco Reuß und Mario Götze ließen das Bernabéau- Stadion zu Madrid erstarren. Halbzeit 1: Ohne Worte. Halbzeit 2: Glück und Können.
Die Königlichen waren am Boden, noch wenige Minuten zu spielen, nur ein paar Momente von dem Sieg entfernt: Freistoß Real Madrid. Der Rest ist jedem bekannt. Özil lief an und mit einem überragenden Freistoß zirkelte er den Ball ins Netz. Sensation verpasst. Schade Dortmund. Ihr seid Wahnsinn und ein Genuss. Respekt.

Und wenige Kilometer von euch entfernt spielte euer Freund im Heimspiel gegen die „Gunners“ aus London. Prinz Poldi unser Floskelgeber war zu Gast: „Es geht nicht um System-Fußball oder einen anderen Scheißdreck.“ Nein, es geht um Fußball, richtig, Poldi. Die Knappen aus dem Stadtteil Schalke legten los wie die Feuerwehr. Doch nicht mit Toren, sondern Einladungen für den Gast. Durch einen misslungen Kopfball – was zugleich ein schöner Pass war – und einigen Missverständnissen im Strafraum erzielte Walcott das 0:1 für die Gäste. Nachdem Podolski Höger einfach stehen ließ wie einen F-Jugend-Spieler, erzielte Giroud nach herrlichem Pass von Poldi das 0:2. Alles schien aus, die Messe gelesen und Schalke erwachte. Und wie. Nach dem Anschlusstor wenige Sekunden vor dem Halbzeittee erzielte Huntelaar den Anschlusstreffer. 1:2. Pause. Die zweiten 45 Minuten waren ein wahres Feuerwerk an Leidenschaft. Eine überragend 2. Hälfte und ein glücklicher Punktgewinn für die Gunners, aber zu wenig für die Knappen aus Gelsenkirchen.
Ob der fanatische Schalke Fan auch wieder vor Ort war?

Die Überraschung der Woche. Die Bayern kamen und siegten. Erst demütigen sie meinen HSV im heimischen Volkspark und wo ich mir dachte, dass es schlechter nicht geht, kam und überzeugte mich der OSC Lille in meinem Glauben. Aus dem französischen Lande kamen sie daher und wurden verprügelt wie manch Politiker im ukrainischen Parlament. Ich war beruhigt. Es geht also noch schlechter. „Und wenn sie nicht gefallen sind, dann drehen sie sich noch heute“ oder, liebe Spieler des OSC Lille? Mit einer fantastischen Leistung und einer Menge Kunst ging es mit einem 5:0 in die Pause. Respekt. Endstand: 6:1. Wahnsinn. Alles war perfekt. Nur die Stimmung fehlte. Eigentlich nichts Neues, ich weiß, nur diesmal hing der Boykott anscheinend von den schärferen Einlasskontrollen bei einem Champions League Spiel ab. Ich fragte mich auch, wie auf Bannern zu lesen war: „Ist es das, was ihr wollt“, oder „Pappklatschen kann man kaufen – Stimmung nicht“.

Martin Kind sagte im Anschluss an das Pokalspiel gegen Dresden über die Pyromanen der eigenen Kurve: „Solche Fans wollen wir hier nicht haben“. Stimmt, ich mag auch lieber die, die mit Pappklatschen für Stimmung sorgen und wie Schaufensterpuppen ausgestattet sind, die ihrer Omi noch ein Souvenir aus dem Fanshop mitbringen und einen Gartenzwerg in den Vereinsfarben im Garten stehen haben. Ist das des Volkes Wille? Farbenfroh und bunt, so stellt sich doch unsere Politik auch im Ausland vor, wenn es um die Darstellung unseres Landes geht. Stadion? Gewünschte Tristesse.

Das Video der Woche. Genau hinsehen, Herr Kind und Co. Es funkelt gleich etwas. Wieso hat sich früher niemand aufgeregt?

So, und zum Abschluss gibt es Glückwünsche. Herzliche Glückwünsche an „uns Uwe“, Uwe Seeler zum 76. Geburtstag, an meinen HSV Leidensgenossen Peter zum 40. Geburtstag, an Celtic Glasgow zu 125 Jahren Fuballgeschichte und zu 3 Punkten gegen Lionel Messi, an Bayer Leverkusen und Hannover 96 zum vorzeitgen Einzug in die KO-Runde und Glückwunsch an den VFB Stuttgart – ihr könnt ja doch gewinnen – und an Gladbach zu einem Punktgewinn bei Marseille.
Champions League war die Hoffnung, die Europa-League die Offenbarung und Schulden das Ende.

Mehr gibt es diese Woche nicht zu schreiben.

Ein schönes und erfolgreiches Wochenende. Auf in den Breisgau. Kämpfen und Siegen Jungs. NUR DER HSV

Es grüßt von Tabellenplatz 8.

Christian E.

2 Gedanken zu “Fußballwoche Ausgabe 6

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