Königsklasse und Fußballklatsch

Hallo liebe Fußballfreunde. Ab dieser Woche gibt es jeweils freitags einen kleinen Rückblick auf die vergangenen Tage aus der Welt des Fußballs. Was geschah Außergewöhnliches, Lustiges und auch Dramatisches.

Was war das für eine dramatische Woche aus Sicht der Champions-League-Teilnehmer. Fangen wir mit dem Non-Plus-Ultra des deutschen Fußballs an. Dem großen, ruhmreichen FC Bayern München. Wenn ihr mich sehen könntet, wüsstet ihr, dass ich mich gerade vor Lachen bespuckt habe. Bate wer? Bate Borisov aus Weißrussland. Die Mannschaft der Legenden und der Weltstars. Der Schreck aus Osteuropa. 3:1 gewinnen die Weißen Russen gegen die übermächtigen Bayern. In der ersten Häfte sah alles nach einem Sieg der „Bestia Negra“ aus. Spiel auf ein Tor, gefühlte 90 % Ballbesitz, schöne Ballzirkulation, dass Haar saß, aber – und darauf kommt es bekanntlich an – keine Tore. Und dann kam es wie es kommen musste. 1:0, 2:0 und aus die Maus. Tja liebe Bayern. Noch ist nichts verloren. Die Arroganz weicht wieder der Bodenhaftung.

Schade BVB. Ich habe selten so ein Spiel im Etihad Stadium zu Manchester gesehen, wo eine Mannschaft über 90 Minuten so dominant gespielt hat wie die Borussia. Da muss man seinen Hut ziehen. Chancen über Chancen. Pfosten, Latte und wenn man den Torschrei auf den Lippen hatte, war Joe Hart zur Stelle. Respekt auch für diese überragende Torwartleistung. Das war echt groß für einen englischen Torverhinderer. Schade, dass es am Ende nicht gereicht hat zu verdienten 3 Punkten. Ich weiß nicht, was der Schiedsrichter sich bei der Gelben Karte gedacht hat. Wo sollte der Arm denn hin? Klar, wir sind nicht beim Ballett, aber wenn man aus einem Meter Entferung angeschossen wird, bei aller Liebe… Den Elfmeter darf man nicht geben. Wenn ich dann Franz Beckenbauer auf Sky reden hörte „ Den kann man geben, muss man aber nicht.“ Ja, was denn nun? Ist es ein Elfmeter oder ist es keiner? Für mich war es keiner.

Was mich zusätzlich interessieren würde: Was Roman Weidenfeller dem Herrn Balotelli wohl ins Ohr geflüstert hat. „Bei deinen Nutten kannst du einen einlochen, aber bei mir nicht“? Oder „Na, wie soll der Kleine heißen. Ballowurst oder Balla-Balla“? Ich muss ehrlich gestehen: Ich bin überrascht, was die junge Mannschaft von Jürgen Klopp in der bisherigen Champions-League-Saison zustande bringt. In der Form ist auf ein Weiterkommen mehr als zu hoffen. Ich drücke euch die Daumen.

Und Schalke 04? Ganz ehrlich. Ihr verwöhnt einen ja eh nicht mit fußballerischen Leckerbissen, aber wenn man zuhause gegen einen mittelklassigen Gegner aus Frankreich – und das in Überzahl – in Führung liegt, dann muss man das über die Bühne schaukeln. Müsste! Schalke eben. Bei denen hängt eh irgendwie der Haussegen schief, habe ich den Eindruck. In Düsseldorf eine 2:0 Führung verspielt und nun wieder eine Führung versemmelt. Beste Chancen, um den Sack frühzeitig zuzumachen waren genügend da. Gell, „Hunter“. Topmannschaften, wie z.B der Hamburger SV, hätten das locker nach Hause gespielt. Ein kleiner Anfall von Ironie durchzuckte meinen Körper. Entschuldigung. Hat euch der Huub etwa auch wie der Quälix die Wasserflaschen ausgeschüttet?

Fazit: Am Ende kann man aber bisher mit den Leistungen der deutschen Teams zufrieden sein. Alle haben die Möglichkeit auf die nächste Runde und falls nicht, dann ist auf jeden Fall der Weg in die Europa-League drin. Falls Dortmund es wirklich packen sollte, dann nehme ich meinen Kommentar von damals zurück. Ich schrieb nämlich, meine Leser werden es noch wissen:
„Die Champions-League Saison hat noch nicht begonnen und Dortmund ,tja. „Wir konzentrieren uns jetzt auf die Bundesliga“ Marco Reus, im Anschluss an das letzte Gruppenspiel der Champions-League“

Und was passierte in der Europa-League. Hannover gewann in 70minütiger Unterzahl und Rückstand das Heimspiel gegen den spanischen Vertreter von UD Levante verdient mit 2:1. Das war eine kämpferische Leistung. HSV eben.

Leverkusen gewann mit 1:0 durch ein Tor von Stefan Kiessling in Trondheim. Nun ja, und zu Stuttgart und Gladbach muss man nicht viel schreiben. Das war mehr als armseelig. Gute Nacht.

Schlechte Nachrichten erreichten uns die Woche aus Hoffenheim. Der Unfall von Boris Vukcevic, ein Ereignis, das die Glamour- und Glitzerwelt des Fußballs erschrecken ließ. Wünschen wir dem jungen Spieler der TSG Hoppenheim gute Besserung und dass er so bald wie möglich wieder die Stutzen überziehen kann, um für seinen traditionslosen Club wieder aufzulaufen. Bei all der Dramatik, stellte ich mir die Frage: S63, AMG, 475 PS, für einen 22-Jährigen, der zudem an Diabetes leidet? Nun ja. Im Nachhinein ist man meistens schlauer. Alles Gute Boris.

Madrid 2012. Ein Jammertal. Dort fangen mittlerweile alle an zu weinen. Erst Ronaldo und nun Mourinho. „Er hasst sein Leben“, war zu lesen. Och, der Arme. Er hat kein Privatleben und sein Sohn wird beschimpft. Böse böse Fußballwelt. Mach doch Schluss. Das Geld hast du, die Zeit dann ebenfalls und für Watte für deinen Sohn wird es auch reichen. Ist Olli Pocher eigentlich noch Trainer in Sansibar. Falls nein, Herr Mourinho. Sollte es Sie dann doch nochmal jucken… Wie wäre es mit einem Trainerposten in Sansibar?

Und zu guter Letzt. Wer Interviews gerne liest, dem muss ich ein Interview unbedingt ans Herz legen. Auf „11 Freunde“ erzählt Karl-Heinz Riedle über seine Zeit beim FC Liverpool und dem FC Fulham. Ein sagenhaftes Interview. Lest selbst, es lohnt sich wirklich.

Freuen wir uns nun auf das bevorstehende Fußballwochenende.

Herzlichst

Christian E.

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